Getreidefreies Hundefutter: Wann ist es sinnvoll und was steckt dahinter?

Die Ernährung unseres geliebten Vierbeiners spielt eine zentrale Rolle für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden. Immer häufiger stehen dabei getreidefreie Futteroptionen im Fokus, insbesondere wenn Hunde Anzeichen von Unverträglichkeiten oder Allergien zeigen. Doch was bedeutet “getreidefrei” wirklich und wann ist es ratsam, auf solche Produkte umzusteigen? Dieser Artikel beleuchtet die Hintergründe und gibt Aufschluss darüber, ob und wann getreidefreies Hundefutter die richtige Wahl ist.

Wann sollte ich Hundefutter ohne Getreide füttern?

Wenn ein Hund Anzeichen einer Futterunverträglichkeit oder Futtermittelallergie zeigt, beginnt oft eine Detektivarbeit zur Identifizierung des Auslösers. Eine gängige Methode hierfür ist die sogenannte Ausschlussdiät. Dabei erhält der Hund ein Futter, dessen Inhaltsstoffe er bisher noch nicht kennt. Dies kann sich beispielsweise auf die Proteinquelle beziehen: Hat der Hund bisher Futter mit Rind oder Geflügel bekommen, könnte ein Futter mit Fisch oder Lamm getestet werden. Ebenso kann ein getreidefreies Hundefutter in Erwägung gezogen werden, sofern der Hund bisher kein solches erhalten hat. Stellt sich im Rahmen dieser Tests, die über mehrere Wochen andauern können, heraus, dass Getreide oder Gluten die Ursache für die Unverträglichkeit sind, ist die Wahl eines passenden, getreidefreien Futters die logische Konsequenz. Marken wie BELCANDO® bieten hier eine breite Palette an getreidefreiem Trocken- und Nassfutter in verschiedenen Geschmacksrichtungen an.

Warum gibt es Hundefutter mit Getreide?

Die Mehrheit der Hunde verträgt Getreide problemlos. Dennoch ist es für ernährungssensible Hunde oder solche mit einer Unverträglichkeit oder Allergie gegen bestimmte Getreidebestandteile wichtig, eine gute Alternative zu haben. Aus diesem Grund wurden beispielsweise acht Rezepturen entwickelt, die vollständig auf Getreide verzichten. Eine solche Vielfalt stellt sicher, dass auch für wählerische Hunde das passende Trockenfutter dabei ist.

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Was hat Getreide überhaupt im Hundefutter verloren?

Oft hört man das Argument: „Getreide gehört nicht ins Hundefutter, schließlich backt der Wolf auch kein Brot.“ Auch wenn Wölfe tatsächlich keine Bäcker sind, sollte die Ernährung von Hunden differenzierter betrachtet werden. Der Hund hat sich im Laufe der Domestizierung stark vom Wolf entfernt. Dies wird deutlich, wenn man die enorme Vielfalt an Hunderassen und -größen betrachtet, die sich nicht nur im Aussehen, sondern auch in Verhalten und Physiologie vom Wolf unterscheiden.

Aktuelle Studien belegen, dass sich insbesondere Genregionen, die den Fettstoffwechsel und die Stärkeverdauung beeinflussen, bei Hund und Wolf während der Domestizierung unterschiedlich entwickelt haben. Tiere mit dieser genetischen Veranlagung waren besser in der Lage, sich dem Menschen anzuschließen und mit einer stärkereichen Diät, die oft aus Getreide und Wurzelgemüse bestand, zu überleben. Die verbesserte Stärkeverdauung war somit ebenso entscheidend für die Domestizierung wie genetisch bedingte Verhaltensänderungen.

Stärke dient in der Hundeernährung primär als leicht verfügbare Energiequelle. Andere pflanzliche Bestandteile wie lösliche und unlösliche Ballaststoffe unterstützen die Verdauung und eine gesunde Darmflora. Ein gewisser Getreideanteil im Hundefutter ist daher nicht nur unproblematisch, sondern auch sinnvoll, vorausgesetzt, das Getreide wurde durch Verfahren wie Erhitzen oder mechanische Prozesse aufgeschlossen und ist somit leichter verdaulich.

Getreidefrei = kohlenhydratfrei?

Der Wunsch nach kohlenhydratarmem oder -freiem Hundefutter wird manchmal aus der menschlichen Ernährung auf Hunde übertragen. Einige Hersteller bieten solche Produkte an. Es ist jedoch wichtig zu bedenken, dass das Weglassen einer Nährstoffgruppe die Anteile der anderen Gruppen – Fett und Eiweiß – automatisch erhöht. Nicht selten liegt der Proteingehalt solcher Produkte bei über 40%. Ein gesunder, erwachsener Hund toleriert zwar meist eine erhöhte Proteinzufuhr, muss jedoch seinen Energiebedarf vermehrt über Proteine decken. Dies führt zu mehr Abbauprodukten des Eiweißstoffwechsels, die über die Nieren ausgeschieden werden müssen. Für Leistungshunde ist kohlenhydratarmes Futter nicht empfehlenswert, da es zu erhöhter Körpertemperatur und gesteigertem Wasserbedarf führen kann, was die Leistung mindert. Ebenso ist es für trächtige und säugende Hündinnen nicht ratsam, da die Proteinzufuhr fast verdoppelt werden müsste, um Entwicklungsstörungen der Welpen oder eine lebensgefährliche Unterzuckerung des Muttertiers zu verhindern. Bei Hunden mit Nierenschäden kann eine derart hohe Eiweißzufuhr schädlich sein und die Nieren zusätzlich belasten.

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Getreidefrei = glutenfrei?

Aufgrund aktueller Trends fragen immer mehr Hundehalter nach glutenfreier Hundenahrung und setzen diese fälschlicherweise mit getreidefreier Ernährung gleich. Gluten, genauer gesagt Gliadin, ist ein Eiweißbestandteil, der in bestimmten Getreidesorten wie Weizen oder Gerste vorkommt. Andere Getreidearten wie Reis oder Mais enthalten kein Gliadin. Beim Menschen ist Zöliakie, eine chronische DünDarm-Erkrankung, die gut mit einer glutenfreien Ernährung behandelt werden kann, bekannt. Obwohl es bei Hunden Futterunverträglichkeiten gibt, die Symptome ähnlich der menschlichen Zöliakie aufweisen, ist eine echte Gluten-Enteropathie beim Hund selten. Wissenschaftlich gesichert ist sie nur bei einer Familie von Irish Settern, wird aber auch bei Samojeden und Soft-Coated Wheaten Terriern vermutet.

Diese Form der Allergie äußert sich hauptsächlich in Entwicklungsstörungen, Gewichtsverlust und Verdauungsproblemen, die bereits in den ersten Lebensmonaten auftreten. Die Diagnose erfolgt meist durch einen therapeutischen Fütterungsversuch (Umstellung auf gliadinfreie Kost) und kann durch eine Darmbiopsie bestätigt werden.

Grundsätzlich wird Gluten von nicht betroffenen Hunden gut vertragen, ist leicht verdaulich und stellt somit eine wertvolle pflanzliche Proteinquelle dar. Eine glutenfreie Ernährung ist daher für gesunde Hunde nicht gesünder als eine, die auch glutenhaltiges Getreide enthält.

Getreidefreies Hundefutter wird inzwischen von vielen Hundehaltern bevorzugt. Unverträglichkeiten gegenüber Getreide betreffen nicht nur erwachsene Hunde. BELCANDO® hat sich auf diese Bedürfnisse eingestellt und bietet getreidefreies Futter für Welpen, Seniorhunde sowie eine große Auswahl für alle erwachsenen Hunde an.

Hundefutter Ohne Getreide ist in den Sorten “Geflügel”, “Ocean”, “Lamm” und “Salmon” erhältlich. Auch für BARFer gibt es mit dem getreidefreien BELCANDO® Mix-It die ideale Ergänzung zur Frischfleischfütterung. Somit ist eine gesunde, getreidefreie Fütterung in fast allen Lebenslagen möglich.

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