Ein stets gefüllter Wassernapf ist für Ihr Haustier unerlässlich, denn Wasser ist Lebenselixier. Hunde benötigen täglich etwa 60 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht. Ein kleiner Hund kommt somit mit gut einem halben Liter aus, während größere Rassen deutlich mehr Flüssigkeit brauchen. Zwar tragen Frischfleisch und Nassfutter einen Teil zur Wasseraufnahme bei, doch gerade bei Umstellung auf Trockenfutter steigt der Bedarf an Trinkwasser. Es ist normal, dass der Trinkbedarf Ihres Hundes schwankt. Dramatisch ist das zunächst nicht. Doch wenn Ihr Hund plötzlich deutlich mehr trinkt als üblich, sollten Sie aufmerksam werden. Dafür kann es mehrere Gründe geben.
Ursache 1: Erhöhter Flüssigkeitsbedarf des Körpers
Genauso wie wir Menschen bei Wärme mehr Durst verspüren, geht es auch Ihrem Vierbeiner. Wenn Ihr Hund mehr trinkt, ist oft die Außentemperatur die Ursache. Das kann die sommerliche Hitze sein, aber auch die trockene Heizungsluft im Winter. Vielleicht hat sich der Liegeplatz Ihres Hundes näher an eine Heizung verschoben, oder er döst gerne in der Sonne. Aber auch innere Hitze kann der Grund für übermäßigen Durst sein.
Steigert sich die körperliche Aktivität Ihres Hundes, zum Beispiel durch ein intensiveres Sportprogramm oder einen neuen Trainingskurs, läuft sein Körper auf Hochtouren. Bedenken Sie, dass auch vermehrte Nasenarbeit, wie beim Mantrailing, höchste körperliche Anstrengung für Ihren Liebling bedeutet.
Der Wasserbedarf steigt ebenfalls, wenn Sie die Ernährung Ihres Hundes von Nass- auf Trockenfutter umstellen oder ihm besonders herzhafte Snacks füttern. Oft hängt der extreme Durst von begleitenden Faktoren ab. Dazu können auch Wachstumsschübe, die Läufigkeit oder eine Schwangerschaft zählen. Übrigens gibt es für Hunde mit erhöhtem Durst nahrhafte, fertige Smoothies als flüssige Snacks in vielen Geschmacksrichtungen.
Ursache 2: Krankheitsbedingter Durst
Wenn Ihnen auffällt, dass der Wassernapf Ihres Hundes häufiger leer ist, ist Vorsicht geboten. Verhaltensänderungen bei unseren Vierbeinern sind leider oft krankheitsbedingt, und ein Gang zum Tierarzt ist angeraten. Auf welche Krankheiten kann starker Durst beim Hund hinweisen?
- Magen-Darm-Probleme: Vermehrtes Trinken ist ein typisches Symptom, das oft mit Erbrechen oder Durchfall einhergeht.
- Vergiftung: Plötzlicher starker Durst zusammen mit Übelkeit kann ein Hinweis auf eine Vergiftung sein. War Ihr Hund unbeaufsichtigt unterwegs? Suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf!
- Diabetes: Hunde können ebenfalls an Diabetes erkranken. Starker Durst ist ein typisches Anzeichen dafür. Ein Verdacht kann schnell durch einen Urintest geklärt werden.
- Schilddrüsenprobleme: Schwankungen in der Hormonproduktion können zu mehr Durst führen. Eine sichere Diagnose erfordert eine Blutuntersuchung.
- Gebärmutterentzündung (Pyometra): Bei einer intakten Hündin kann starker Durst auf eine eitrige Gebärmutterentzündung hindeuten. Ein Tierarzt kann dies beispielsweise per Ultraschall feststellen.
- Blasenentzündung: Wenn Ihr Hund plötzlich viel mehr trinkt, kann eine Blasenentzündung die Ursache sein. Schwierigkeiten und Schmerzen beim Urinieren oder plötzliche Inkontinenz im Haus sind weitere Anzeichen.
Es ist wichtig, nicht nur das Trinkverhalten Ihres Lieblings zu beobachten. Achten Sie auf weitere mögliche Veränderungen oder Symptome – bezüglich Fell, Augen, Fitness, Müdigkeit oder unregelmäßiger Ausscheidungen. Der Tierarzt wird Sie danach fragen.
Veränderungen beim Trinkverhalten Ihres Hundes können auch ein Anzeichen für angegriffene Nieren sein. Ebenso kann starkes Trinken auf Morbus Cushing (Erkrankung der Nebenniere) hinweisen. Ein Symptom einer Niereninsuffizienz ist beispielsweise sehr heller Harn. Bei diesem Anzeichen sollten Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen!
Ursache 3: Verhaltensbedingte Ursachen und Stress
Trinkt Ihr Hund deutlich mehr als gewöhnlich, lohnt es sich, die Veränderungen in seinem Leben oder Ihrem gemeinsamen Alltag zu betrachten. Was ist anders geworden? Innerer Stress kann ein Auslöser für vermehrtes Trinken sein. Dauerhaftes Trinken aus dem Wassernapf beobachten Sie vielleicht auch bei Besuch oder beim Spiel in größeren Hundegruppen.
Hierbei geht es nicht primär um die Aufnahme von Flüssigkeit aufgrund von Durst. Vielmehr bringt sich Ihr Vierbeiner durch das Trink-Ritual selbst zur Ruhe oder verschafft sich Zeit, um auf einen Artgenossen oder fremde Menschen zu reagieren. Geben Sie ihm diese Möglichkeit.
Hat Ihr Liebling aufgrund seines hohen Alters oder seines jungen Alters keine zuverlässige Blasenkontrolle, achten Sie in solchen Situationen darauf, ihm nach vermehrtem Trinken schnell die Möglichkeit zum Lösen zu geben.
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