Wenn Hunde schnell atmen: Ursachen, Erkennung und Maßnahmen

Ein schnelles Atmen bei Hunden, insbesondere im Schlaf, kann beunruhigend sein. Oftmals steckt jedoch eine harmlose Ursache dahinter, wie intensive Träume. Dennoch ist es wichtig, die verschiedenen Gründe zu kennen und zu wissen, wann ein Tierarztbesuch notwendig ist. Dieser Artikel beleuchtet die möglichen Ursachen für beschleunigte Atmung bei Hunden, erklärt, wie man die normale Atemfrequenz bestimmt und welche Maßnahmen ergriffen werden können.

Schnelles Atmen im Schlaf ist häufig auf intensive Träume zurückzuführen. Dies geht oft einher mit Zuckungen der Pfoten, Augenbewegungen oder Lautäußerungen, was stark auf einen Traum hindeutet. Hunde verarbeiten im Schlaf die Erlebnisse des Tages, was besonders für Welpen zur Entwicklung wichtig ist und keinen Anlass zur Sorge gibt. Auch die emotionale Aufregung oder Stress kann zu einer erhöhten Atemfrequenz führen. Es ist entscheidend, dass Welpen ausreichend ungestörten Schlaf bekommen, um die vielen neuen Eindrücke verarbeiten zu können. Leider können auch ernsthafte gesundheitliche Probleme wie Atemwegserkrankungen (z.B. Zwingerhusten, Lungenentzündung), Herzerkrankungen oder rassetypische Atemprobleme bei kurzschnäuzigen Hunden eine Ursache sein. Eine Vergiftung oder ein Hitzschlag sind ebenfalls ernstzunehmende Möglichkeiten, die schnelles Hecheln verursachen können.

Normale Atemfrequenz und Herzfrequenz bei Hunden

Die Herzfrequenz eines Hundes variiert je nach Alter, Größe und Fitnesszustand. Welpen haben typischerweise 120-160 Schläge pro Minute, während kleine Hunde 100-140, mittelgroße 80-120 und große Hunde 60-100 Schläge pro Minute aufweisen. Zur Messung wird die Oberschenkelarterie genutzt: Zählen Sie die Schläge in 15 Sekunden und multiplizieren Sie das Ergebnis mit 4.

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Die Atemfrequenz ist ebenfalls variabel. Bei Welpen kann sie im Ruhezustand zwischen 15 und 40 Atemzügen pro Minute liegen, im Schlaf kann sie kurzzeitig sogar auf bis zu 100 ansteigen. Bei erwachsenen Hunden liegt die normale Atemfrequenz meist zwischen 10 und 30 Atemzügen pro Minute. Um die Atemfrequenz zu zählen, beobachten Sie das Heben und Senken des Brustkorbs über 30 Sekunden und multiplizieren das Ergebnis mit 2.

Wann ist schnelles Atmen bei Hunden besorgniserregend?

Vorübergehendes schnelles Atmen ist bei Hunden normal, ähnlich wie bei Menschen nach körperlicher Anstrengung. Welpen und kleine Rassen neigen dazu, schneller zu atmen, um ihren Stoffwechselbedarf zu decken oder ihre Körpertemperatur zu regulieren. Wenn ein Hund nach intensivem Spielen hecheln einschläft, ist das meist unbedenklich, solange sich die Atmung nach kurzer Zeit normalisiert. Hält die erhöhte Atemfrequenz jedoch an, sollten gesundheitliche Gründe in Betracht gezogen werden.

Träumen Hunde wirklich?

Ja, Hunde träumen. Studien belegen, dass Hunde ähnliche Schlafphasen wie Menschen durchlaufen, einschließlich der REM-Phase (Rapid Eye Movement), die mit Träumen assoziiert ist. Während dieser Phase, die etwa 20 Minuten nach dem Einschlafen beginnt, zeigen Hunde äußere Anzeichen wie Zuckungen, Laufbewegungen oder Lautäußerungen. Es wird angenommen, dass Hunde auch Albträume haben können. Es wird generell empfohlen, Hunde in diesem Zustand nicht abrupt zu wecken, sondern sie sanft zu beruhigen.

Was tun bei schnellem Atmen?

Die notwendigen Maßnahmen hängen von der Situation ab. Ist der Hund erschöpft, sollte er Ruhe bekommen. Träumt er, lassen Sie ihn das Erlebnis verarbeiten. Bei Verdacht auf Überhitzung können Lüften, ein kühlerer Raum, Flüssigkeitszufuhr oder feuchte Tücher helfen. Bei deutlichen Verhaltensänderungen und dem Verdacht auf einen Hitzschlag ist sofortige tierärztliche Hilfe erforderlich.

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Bei dauerhaft schnellem Atmen ist eine Erkrankung wahrscheinlich. Hierzu zählen Herz-Kreislauf-Probleme oder rassetypische Atemprobleme, wie sie bei kurzschnäuzigen Rassen wie dem Mops, der Französischen Bulldogge, dem Boxer oder dem Pekinesen häufiger vorkommen.

Wann ist ein Tierarztbesuch unerlässlich?

Wenn Sie sich unsicher sind oder die Symptome ungewöhnlich erscheinen, ist ein Tierarztbesuch ratsam. Dies gilt insbesondere bei Verdacht auf:

  • Hitzschlag: Dehydrierung kann zu Kreislaufkollaps führen.
  • Vergiftung: Die Symptome variieren je nach Giftköder.
  • Atemwegserkrankungen: Zwingerhusten, Lungenentzündung oder Entzündungen der Nasenschleimhaut.
  • Innere Verletzungen: Mögliche innere Blutungen.
  • Magendrehung: Besonders gefährdet sind große Hunde mit tiefem Brustkorb.
  • Kehlkopflähmung: Häufiger bei großen und übergewichtigen Tieren.
  • Kurzschnäuzigkeit: In schweren Fällen kann eine Operation notwendig sein.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Hund gut kennen und bei auffälligen Symptomen schnell handeln.

Vorbeugende Maßnahmen für ein gesundes Atmen

Um vorbeugend tätig zu werden, ist es entscheidend, den Grund für das schnelle Atmen zu kennen. Bei Neigung zur Überhitzung sorgen Sie für eine kühle Umgebung und stets frisches Wasser. Bei Übergewicht ist eine Diät empfehlenswert, da Gewicht oft die Atmung beeinflusst.

Reduzieren Sie Stresssituationen, da diese den Gesamtzustand des Hundes beeinträchtigen können. Bei rassetypischen Atemproblemen ist der Kauf bei einem verantwortungsvollen Züchter von größter Bedeutung. Achten Sie auf ausreichend Bewegung, eine gesunde Ernährung mit hochwertigem Hundefutter und regelmäßige Gesundheitschecks. Ein fitter Hund ist generell weniger anfällig für Krankheiten.

Denken Sie daran, dass diese Informationen keine tierärztliche Beratung ersetzen können und alle Symptome immer von einem Fachmann abgeklärt werden sollten.