Dummheit: Eine Reise ins Unendliche – Eine theatralische Hommage an Heidi Kastners Werk

Die Dunkelheit der Dummheit birgt eine immense Gefahr. Sie bedroht menschliche Beziehungen, den sozialen Zusammenhalt, demokratische Grundwerte und letztlich unser Überleben auf diesem Planeten. Die renommierte forensische Psychiaterin und Neurologin Heidi Kastner beleuchtet in ihrem Buch „Dummheit“ die verschiedenen Facetten dieser Eigenschaft. Eine Bühnenadaption dieses Werkes verspricht nun, das Publikum auf eine humorvolle und zugleich tiefgründige „Reise ins Unendliche“ zu entführen.

Dieses Theaterstück, inspiriert von Kastners Bestseller, nimmt die Zuschauer mit auf eine fiktive Reise mit dem letzten Überbleibsel der Menschheit in einem Raumschiff ins Unbekannte. Dabei wird unweigerlich enthüllt, was letztendlich zum Untergang der Zivilisation führte. Die Inszenierung kombiniert Schauspiel mit live gezeichneten Animationen und bietet eine unterhaltsame Auseinandersetzung mit einem ernsten Thema.

Heidi Kastner äußerte sich begeistert über die Adaption: „Als Airan Berg mich kontaktierte, um mein Buch ‚Dummheit‘ für das Zirkus-Ensemble zu adaptieren, war ich angenehm überrascht. Umso größer wurde meine Freude, als ich die Entwürfe von Regisseur und Comiczeichner Marcel Keller sah. Nach den Proben freute ich mich auf die Premiere am 1. Oktober. Es ist eine lebendige und unterhaltsame Übertragung des Themas, die durch die Live-Animation noch für die Bühne verfeinert wurde.“

Airan Berg, Direktor des Zirkus, ergänzt: „Ich bin begeistert, die neue Spielzeit im Zirkus des Wissens und das neue Semester an der JKU mit einer Welturaufführung zu beginnen. Heidi Kastners erfolgreiches Buch ‚Dummheit‘ dient als Inspiration und Grundlage für diese amüsante und spielerische Theateradaption. Marcel Keller und Barbara Falter sind zwei außergewöhnliche Künstler, die an diesem Projekt beteiligt sind. Realität trifft auf Science-Fiction und live gezeichnete Comics – ein sprachliches und visuelles Vergnügen! Es ist sowohl lustig als auch ernst. Kommen Sie und lassen Sie sich überraschen, was Sie im Zirkus erwartet!“

DUMMHEIT. Eine Reise ins Unendliche. (Ab 16 Jahren)

Eine theatralische Hommage an Heidi Kastners Buch „Dummheit“.

Mit: Barbara Falter, Marcel Keller

Regie, Inszenierung und Live-Animation: Marcel Keller

Inhalt: Heidi Kastner

Dauer: 75 Minuten

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Aufführungen: Samstag, 1. Oktober, 19:30 Uhr / Sonntag, 2. Oktober, 18:00 Uhr (anschließend Diskussion mit Heidi Kastner) / Mittwoch, 5. Oktober, 18:30 Uhr.

Anmeldung erforderlich unter: jku.at/zirkus-des-wissens. Der Eintritt ist frei, Spenden zur Unterstützung des Zirkus sind herzlich willkommen.

Ein buntes Programm für Jung und Alt

Neben der Hommage an Heidi Kastners Buch wird der Linzer Schauspieler und Theaterproduzent Karl Sibelius im Oktober mit drei Soloterminen im Zirkus des Wissens gastieren, darunter sein autobiografisches Liederrezital „Karli Bua“. Bereits im Frühjahr begeisterten „Faszination Krake“ und „MondTraum & PlanetenKlang“ das junge Publikum und kehren im Rahmen der KinderKulturTage Linz (12.-15. Oktober) zurück. Im November widmet sich das Schattentheater „Kamishibai: Das Leben großer Forscher*innen als Papiertheater“ der Paläontologin Mary Anning. Ebenfalls im November feiert „NAT.U.R.AL – Eine Ode an die Unvollkommenheit“ Premiere und thematisiert das Verhältnis von Mensch und Künstlichem. Eine besondere Kooperation von JKU-Künstler*innen und Philosoph*innen findet im Dezember im Rahmen der Vorstellung „Und da oben dazwischen die Sterne“ statt, die auf den Spuren von Galileo und Kepler wandelt und Fragen nach Wissenschaft und Ethik aufwirft. Mit dieser Inszenierung kehrt Regisseur Gerhard Willert nach Linz zurück.

JKU-Rektor Meinhard Lukas zeigt sich beeindruckt vom neuen Programm: „Das Programm wird Jung und Alt gleichermaßen ansprechen, insbesondere jene, die neugierig, wissbegierig und interessiert sind. Die Themenauswahl spiegelt die Vielfalt der Universität wider. Besonders freue ich mich über unser umfassendes Programm für Kinder, Jugendliche und Schulklassen. Ob ‚Faszination Krake‘, ‚Kamishibai‘ oder ‚MondTraum & PlanetenKlang‘ – jedes Kind sollte mindestens einmal den Zirkus des Wissens besuchen, um die magische Welt der Wissenschaft zu erleben. In diesem Sinne: Kommen Sie zahlreich – und genießen Sie eine spannende neue Spielzeit!“

Wichtige Informationen: Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten wird dringend empfohlen, sich im Voraus für Veranstaltungen im Zirkus des Wissens anzumelden. Anmeldung unter: www.jku.at/zirkus-des-wissens. Der Eintritt ist im Jahr 2022 wieder frei; Spenden zur Unterstützung der Veranstaltungen im Zirkus des Wissens werden sehr geschätzt.

Detailliertes Programm für Oktober bis Dezember:

Oktober

Welturaufführung: DUMMHEIT. Eine Reise ins Unendliche. (Ab 16 Jahren)

Eine theatralische Hommage an Heidi Kastners Buch „Dummheit“.

Mit: Barbara Falter, Marcel Keller

Regie, Inszenierung und Live-Animation: Marcel Keller

Inhalt: Heidi Kastner

Dauer: 75 Minuten

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Termine: Samstag, 1. Oktober, 19:30 Uhr / Sonntag, 2. Oktober, 18:00 Uhr (anschließend Diskussion mit Heidi Kastner) / Mittwoch, 5. Oktober, 18:30 Uhr

Anmeldung unter: jku.at/zirkus-des-wissens

„Vom Fremden und vom Eigenen“. Eine Karl Sibelius Trilogie im Zirkus des Wissens.

Psychotherapie & Kunst.

Karl Sibelius spielt an drei verschiedenen Soloterminen, untermalt von wissenschaftlichen Beiträgen und Diskussionen. Im Zirkus des Wissens bringt Sibelius den Georg Kreisler Abend „Adam Schaf hat Angst“, den Liederzyklus „Ideologie der Verlassenheit“ und sein autobiografisches Liederrezital „Karli Bua“ zur Aufführung, macht sich selbst zum Forschungsobjekt und bezieht das Publikum mit ein.

Dauer: 70 Minuten

Termine:

Teil 1: Premiere: Karli Bua: Freitag, 7. Oktober, 19:30 Uhr, mit anschließender Diskussion.

Spiel: Karl Sibelius

Klavier: Nebojsa Krulanovic

Teil 2: „Ideologie der Verlassenheit“: Samstag, 8. Oktober, 19:30 Uhr

Spiel: Karl Sibelius

Komposition & Cello: Jörg Ulrich Krah

Klavier: Hiroyo Masumura

Szenische Einrichtung & Live-Animation: Marcel Keller

Deutsche Fassung: Martina Winkel

Teil 3: „Adam Schaf hat Angst“ von G. Kreisler: Sonntag, 9. Oktober, 11:00 Uhr, mit anschließender Diskussion.

Spiel: Karl Sibelius

Klavier: Nebojsa Krulanovic

Anmeldung unter: jku.at/zirkus-des-wissens

KinderKulturFest Linz im Zirkus des Wissens der JKU

Termine:

Eröffnung mit „Faszination Krake“ (ab 4 J.), Mittwoch, 12. Oktober, 9:00 Uhr & 11:00 Uhr, 16:30 Uhr, sowie die Eröffnungsfeier, Dauer: ca. 50 Minuten.

„MondTraum & PlanetenKlang“ (ab 8 J.), Samstag, 15. Oktober, 16:00 Uhr / Sonntag, 16. Oktober, 16:00 Uhr, Dauer: 50 Minuten.

Anmeldung unter: jku.at/zirkus-des-wissens

November

Welturaufführung: NAT.U.R.AL – nach Motiven von Karel Čapeks R.U.R. (ab 14 Jahren)

Eine umherziehende Schauspielertruppe beschließt, die Aufmerksamkeit des Publikums zurückzugewinnen, indem sie sich als humanoide Androiden ausgibt, die die Zukunft vorhersagen können. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Mensch und Künstlichem, dem Problem einer universellen Moral und dem Potenzial des Missbrauchs von künstlicher Intelligenz.

Von: Dávid Paška

Dauer: 75 Minuten

Termine: Freitag, 4. November, 19:30 Uhr / Samstag, 5. November, Beginn 16:00 Uhr (Aufführung und Symposium) / Freitag, 11. November, 19:30 Uhr / Samstag, 12. November, 19:30 Uhr.

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Anmeldung unter: jku.at/zirkus-des-wissens

KAMISHIBAI: Schattentheater über das Leben großer Forscher*innen.

Teil 1 – Die Serie beginnt mit der Dinosaurierforscherin Mary Anning. (Ab 6 Jahren)

Das Publikum im Zirkus des Wissens erlebt auf ungewöhnliche Weise die Leben bedeutender Wissenschaftler*innen und Forscher*innen. Die erste Folge widmet sich der Dinosaurierforscherin Mary Anning, die bereits als junges Mädchen Dinosaurierfossilien entdeckte. Mary widmete ihr Leben der Suche nach Fossilien: Ihre Funde und Entdeckungen trugen maßgeblich zur Entwicklung der frühen Paläontologie bei.

Von und mit: Alexandra Meyer-Pernkopf, Puppenspielerin und oberösterreichische Erzählerin.

Dauer: 90 Minuten

Termin: Samstag, 19. November, 15:00 Uhr (Aufführung und Workshop)

Anmeldung unter: jku.at/zirkus-des-wissens

Dezember

Welturaufführung: „Und da oben dazwischen die Sterne“. Wissenschaft & Ethik – Galileo & Kepler. (Ab 14 Jahren)

Galileo und Kepler? Da gab es doch was mit den beiden. Sterne und Fernrohr, Mathematik und Experimente.

Zwar korrespondierten die beiden Herren nur miteinander, doch schafften sie es, die westliche Weltanschauung gehörig ins Wanken zu bringen und den Weg für die moderne Naturwissenschaft zu ebnen. Sie schafften es, die Sache mit den Sternen am Himmel zu klären, aber das Dazwischen? Was ist zwischen den Sternen? Göttliche Harmonie? Oder Leere? Kepler tendierte zur Harmonie. Galileo bewies, dass es den „leeren Raum“ gibt, etwas, das seit den alten Griechen als unmöglich galt. Er wusste, wovon er sprach.

Aber als Schwester Maria Celeste, Galileo’s älteste Tochter, ihn um Geld für ein eigenes Zimmer bat (lange vor Virginia Woolf), wusste er, wovon sie sprach? Was also heißt „Erkenntnis“? Wohin führt uns „Erkenntnis“? Und vor allem: wie kommen wir darauf, was und warum? Eine Vorstellung von Künstler*innen und Philosoph*innen an der JKU widmet sich diesen Fragen.

Text & Regie: Gerhard Willert

Mit: Barbara Novotny, Julian Reiss, Aline Potiron und Studierenden des Instituts für Philosophie und wissenschaftliche Methode der JKU

Bühne: Alexandra Pitz

Musik: Wolfgang Dorninger

Dauer: 75 Minuten

Termine: Freitag, 2. Dezember, 19:30 Uhr / Samstag, 3. Dezember, Beginn 16:00 Uhr (Symposien und Aufführung)

Anmeldung unter: jku.at/zirkus-des-wissens

Das Programm für Jänner bis Juni wird Ende 2022 verfügbar sein.