Hackfleisch ist ein wahrer Allrounder in der Küche und bietet unzählige Möglichkeiten für schnelle und schmackhafte Gerichte. Ob für den Feierabend, das Familienessen oder wenn Gäste kommen – Rezepte mit Hackfleisch sind oft unkompliziert, preiswert und lassen sich wunderbar an den persönlichen Geschmack anpassen. Dieser Artikel beleuchtet die Vielseitigkeit von Hackfleisch, gibt Tipps zur Lagerung und Haltbarkeit und stellt einige beliebte Zubereitungsarten vor, bei denen Gemüse eine wichtige Rolle spielt.
Vielfalt auf dem Teller: Hackfleisch mit Gemüse
Beim Kauf von Hackfleisch empfehle ich, auf Bio-Qualität zu achten, um auch bei der Zubereitung einfacher Gerichte ethisch korrekt zu handeln. Eine ausgewogene Mahlzeit beinhaltet stets auch Gemüse, und Hackfleisch lässt sich hervorragend damit kombinieren. Ein beliebtes Gericht sind gefüllte Paprika mit Hackfleisch, das Fleisch und Gemüse in einem köstlichen Gericht vereint. Gefüllte Paprikas mit Hackfleisch sind ein Klassiker, der Jung und Alt schmeckt.
Auch herzhafte Eintöpfe wie der Bauerntopf, in dem Möhren, Lauch und Kartoffeln zu einem wärmenden Gericht schmoren, sind ideal. Dieses Gericht ist nicht nur in den kalten Monaten eine Wohltat, sondern kann auch an verregneten Sommertagen ein willkommenes Familienessen sein. Wenn saisonales Gemüse wie Zucchini und Paprika frisch vom Feld kommen, finden Hackpfannen mit frischem Gemüse und gefüllte Zucchini-Schiffchen mit Hackfleisch großen Anklang.
Schnelle Gerichte für den Alltag
Viele Hackfleischrezepte sind dank des Einsatzes des Backofens schnell zubereitet. Gnocchi-Auflauf mit Hackfleisch ist ein Beispiel dafür: Den Rest erledigt der Ofen, und das Gericht steht nach kurzer Zeit auf dem Tisch. Dies eignet sich hervorragend für die Feierabendküche oder als schnelles Mittagessen.
Weitere schnelle Gerichte, die in unter einer Stunde auf dem Tisch stehen, sind Chili con Carne, Spaghetti mit Hackbällchen in Tomatensoße, Zucchini-Pfannen mit Hackfleisch, griechische Frikadellen mit Feta-Kern, Cevapcici und One-Pot-Pasta im Bolognese-Style. Diese Vielfalt zeigt, wie flexibel Hackfleisch eingesetzt werden kann.
Haltbarkeit und Lagerung von Hackfleisch
Hackfleisch ist aufgrund seiner zerkleinerten Struktur und der damit verbundenen größeren Oberfläche sehr empfindlich und anfällig für Bakterienwachstum. Daher ist eine korrekte Lagerung entscheidend. Rohes Hackfleisch sollte stets gut verpackt an der kältesten Stelle des Kühlschranks gelagert werden, idealerweise auf der Glasplatte über dem Gemüsefach. Es wird empfohlen, es innerhalb von 24 Stunden nach dem Einkauf zu verarbeiten.
Ist das Hackfleisch bereits gegart, kann das zubereitete Gericht gut abgedeckt oder in einem luftdichten Behälter verpackt noch zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Die verschiedenen Sorten von Hackfleisch
Neben den gängigen Sorten aus Schweine- und Rindfleisch gibt es auch Hackfleisch von Wild, Geflügel oder Lamm. Lammhackfleisch wird vor allem in der muslimisch geprägten Länderküche verwendet. Für viele einfache Rezepte konzentriert man sich jedoch auf Rinder- und Schweinehack.
- Schweinehackfleisch (auch Mett genannt) darf laut Gesetz einen Fettanteil von maximal 30 Prozent aufweisen. Mett wird gerne roh mit Salz, Pfeffer und Zwiebeln verzehrt.
- Rinderhackfleisch hat einen gesetzlich vorgeschriebenen Fettanteil von höchstens 20 Prozent und ist somit die fettärmere Alternative.
- Gemischtes Hackfleisch besteht in der Regel aus gleichen Teilen Rinder- und Schweinehack und bietet eine herzhaft-aromatische Basis.
- Tatar besteht klassisch aus gehacktem Rinderfilet oder anderen mageren Rindfleischstücken und darf maximal sechs Prozent Fett enthalten. Es ist die hochwertigste Form und wird meist roh verzehrt.
Generell darf Hackfleisch als einzige Beigabe höchstens ein Prozent Salz enthalten. Früher wurde es mit dem Messer gehackt, heute überwiegend mit dem Fleischwolf zerkleinert. Dies hat den Vorteil, dass es schneller gart und lange in der Pfanne oder im Topf schmoren kann, ohne zu zerfallen, wie beispielsweise in einem klassischen Bolognese-Rezept. Ein weiterer Pluspunkt ist der günstige Einkaufspreis, der Hackfleischgerichte auch für größere Runden erschwinglich macht.
Einfrieren von Hackfleisch und Hackfleischgerichten
Hackfleischgerichte lassen sich hervorragend einfrieren, was besonders praktisch für die Vorkoch-Küche ist. Rohes Hackfleisch kann ebenfalls eingefroren werden, aber oft friert man lieber fertige, vorportionierte Mahlzeiten ein. Hackpfannen mit Nudeln oder Gemüse, Hackfleischsoßen und Frikadellen eignen sich hierfür gut.
Beim Einfrieren ist die Verwendung von gefriergeeigneten Behältern wichtig, und die Aufbewahrung sollte bei mindestens minus 18 Grad Celsius für maximal drei Monate erfolgen. Wenn Sie beim Metzger größere Mengen kaufen, können Sie das Hackfleisch vakuumieren lassen. Alternativ können Sie es selbst in Gefrierbeutel füllen und flach drücken, um Platz zu sparen und das Auftauen zu beschleunigen. Das Auftauen sollte langsam bei Zimmertemperatur oder schonend im Kühlschrank über Nacht erfolgen. Ein beschleunigtes Auftauen ist auch in kaltem Wasser im verschlossenen Behälter möglich.

