Die Suche nach dem nächsten fesselnden Buch kann sich manchmal wie eine Odyssee anfühlen, besonders wenn man gerade in einer Leseflaute steckt und die üblichen Verdächtigen der eigenen Büchersammlung nicht mehr reizen. Die Stapel ungelesener Werke schrumpfen, und die Auswahl wird spärlich. Auf der Jagd nach neuen literarischen Schätzen, die einen wirklich packen, stellt man sich unweigerlich die Frage: Liegt es an mir, an meiner aktuellen Lesemüdigkeit, oder ist es tatsächlich eine Herausforderung, gute Bücher zu entdecken, die über den Mainstream hinausgehen? Oftmals frage ich mich, wie andere Leser ihre Bücher auswählen. Ich vermute stark, dass die Präsentation in einer Buchhandlung oder die virtuellen Regale online einen erheblichen Einfluss auf die Zusammensetzung des eigenen “To-be-read”-Stapels haben. toaster stylish
Die sozialen Medien, insbesondere Instagram, haben sich zu einer Plattform entwickelt, auf der Buchblogger und leidenschaftliche Leser ihre Entdeckungen teilen. Was dort präsentiert wird, spiegelt oft wider, was auch auf den Startseiten von Amazon oder den Auslagetischen lokaler Buchhandlungen beworben wird. Um echte Geheimtipps zu finden, muss man oft tiefer graben. Die aktuellen Hype-Bücher, die überall zu sehen sind, sprechen mich selten an. Sogar die Spiegel-Bestsellerliste, die ich mir kürzlich genauer angesehen habe, entpuppt sich für mich oft als “nicht kaufen”-Siegel. Es gab nur wenige Bücher mit diesem Aufkleber, die ich als lesenswert empfand. Man munkelt, dass Verlage das Recht, diesen Aufkleber zu führen, von Der Spiegel erwerben müssen.
Ich habe mir einige Bücher genauer angesehen, die auf Instagram und in Blogs omnipräsent zu sein scheinen. Ein Beispiel ist Drei Frauen von Lisa Taddeo, das in der Bloggerwelt eher verhalten aufgenommen wurde. Angeblich geht es um drei amerikanische Frauen und ihre Beziehungen zu verschiedenen Männern. Allein die Inhaltsangabe klingt für mich schon so unglaublich langweilig, dass man mich bezahlen müsste, um es zu lesen. Circe von Madeline Miller war eine Zeit lang ebenfalls praktisch überall auf Instagram und in Blogs präsent. Es wird als feministische Nacherzählung eines griechischen Mythos gelobt, was mich aber ebenfalls nicht sonderlich reizt – neben Depression und der allseits beliebten Thematik der Partnersuche scheint Feminismus ein riesiger Trend im von Frauen dominierten Buchmarkt zu sein. Sicherlich aus gutem Grund, aber es fühlt sich oft wie ein Schmoren in der eigenen Suppe an, da alte, weißhaarige Männer wohl selten zu solchen Lektüren greifen. In die gleiche Kerbe schlägt Miroloi, das Instagram bei seiner Veröffentlichung so komplett überflutete, dass ich mich kurz fragte, ob überhaupt noch jemand etwas anderes liest. Eine Art literarische Synchronisation, sozusagen.
Natürlich ist nicht alles schwarz oder weiß zu sehen, und es wäre ein Fehler, kommerzielle Titel gänzlich abzutun. Beispielsweise habe ich die Besucher der Spiegelwelt-Reihe von Christelle Dabos sehr genossen. Auch wenn es keine Romane für die Ewigkeit sind, finde ich die Bücher sehr schön geschrieben und unterhaltsam, und den vierten Band werde ich im Mai definitiv zur Hand nehmen. Und Die Besucher der Spiegelwelt schien in jedem zweiten Instagram-Foto präsent zu sein.
Wie findet man also das perfekte Buch, dieses besondere Meisterwerk, das einen umhaut, begeistert und nicht mehr loslässt? Ich wäre gerne bereit, für die Garantie zu bezahlen, dass jedes Buch, das ich auswähle, ein Treffer wird. Eine Auswahl zu haben, die immer genau richtig ist – das wäre perfekt. Da dies nicht existiert und meine literarische Neigung etwas launisch ist, habe ich einige Strategien entwickelt – nichts Besonderes, aber bewährt –, um meinen Stapel ungelesener Bücher aufzufüllen.
Strategien zur Buchfindung
1. Verlage als Wegweiser
Für mich ist der Verlag zu einem sehr wichtigen Auswahlkriterium geworden. Wenn ich mehrere gute Bücher von einem Verlag gelesen habe, stellt sich oft ein bestimmter redaktioneller Stil heraus, der mir gefällt. Dann studiere ich deren Kataloge und durchstöbere deren Programme, auch Titel, die schon mehrere Jahre zurückliegen – dort lassen sich oft tolle Schnäppchen finden. Ebenso gibt es Verlage, deren Bücher ich gar nicht mehr lese, da ihre redaktionellen Vorlieben zu sehr von meinen abweichen. Es lohnt sich, hinter die Kulissen zu schauen, um Verlage zu identifizieren, deren Programmausrichtung mit den eigenen Lesevorlieben korrespondiert.
2. Autoren als verlässliche Quelle
Autoren sind natürlich eine gute Orientierungshilfe. Gerade bei Klassikern hat man oft Glück – es gibt Autoren, die wirklich produktiv waren und eine unerschöpfliche Quelle guter Bücher darstellen. Dumas, Balzac oder Verne fallen beispielsweise in diese Kategorie. Wenn ich nichts Neues finde, bestelle ich einfach ein Buch eines dieser “Evergreens”, und es ist selten eine Enttäuschung. Die Entdeckung von Klassikern durch renommierte Autoren kann eine Bereicherung sein.
3. Amazons Datenbank und Filter
Sagen Sie, was Sie wollen, aber Amazons Buchdatenbank ist exzellent gepflegt und leicht zu durchsuchen. Oft gehe ich dorthin und stelle Kategorien und Filter ein, sodass alle kommenden Hardcover-Klassiker aufgelistet werden. So verpasse ich keine charmanten Neuauflagen von Klassikern. Derzeit muss man im Land der Dichter und Denker nur etwa sechs Seiten durchscrollen, um sie alle zu sehen. Hier kann man auch nach speziellen Ausgaben oder Sammlerstücken suchen.
4. Ähnliche Bücher finden
Ich habe kein Vergnügen daran, ziellos auf Amazon nach Büchern zu stöbern. Die reinen Listen zeigen immer das Gleiche, und alles wirkt eher trist. Was ich jedoch ab und zu tue, ist, nach ähnlichen Büchern zu suchen, basierend auf denen, die ich wirklich genossen habe. Auf der Detailseite eines Buches gibt es einen Bereich, der zeigt, was andere Kunden, die dieses Buch gekauft haben, ebenfalls gekauft haben. Dort finden sich oft ähnliche Bücher, meist vom selben Verlag oder aus demselben Themenbereich. Gerade wenn man beginnt, in eine neue Richtung zu lesen, kann man so einige gute Vorschläge finden. Aber wenn man ein Genre erst einmal gründlich erkundet hat, tauchen immer wieder die gleichen Titel auf, und es wird schnell repetitiv. Dennoch führt das Durchklicken empfohlener Bücher auch heute noch manchmal zu neuen Funden. brötchentoaster
5. Literarische Verweise und Empfehlungen
Es gibt Bücher über Bücher – wie The Literature Book – und Bücher verweisen oft auf andere Werke. Letzteres erregt immer meine Aufmerksamkeit, denn das sind in der Regel Bücher, die relevant sind und den Autor beeinflusst haben. Zum Beispiel wird Die Kameliendame von Alexandre Dumas erwähnt, und beide sind wirklich wunderbar. Dieser Effekt ist nicht neu – ich erinnere mich, als Vampirromane so erfolgreich waren, dass eine Figur in der Twilight-Reihe Sturmhöhe von Emily Brontë las, was diesem Klassiker zu erneuter Popularität verhalf. Solche Querverweise können zu unerwarteten literarischen Entdeckungen führen.
6. Online-Buchgemeinschaften und Listen
Vor einigen Jahren war Lovelybooks eine ziemlich gute Quelle für Buchempfehlungen – insbesondere deren Buchlisten. Auch die Rubrik „Neuerungen des Monats“ ist recht gut kuratiert. Natürlich konzentriert sich diese Community ebenfalls auf populäre Bestseller, und die Listen und Vorschläge werden mit der Zeit repetitiv. Ich schaue dort immer noch gerne gelegentlich vorbei, aber heutzutage finde ich selten etwas Neues. Dennoch können Community-basierte Listen einen guten Überblick über aktuelle Trends geben. kitchenaid toaster 4 scheiben
7. Zufall als treuer Begleiter
Dinge dem Zufall zu überlassen, kann manchmal zu angenehmen Überraschungen führen. Als Blogger habe ich manchmal das Privileg, unerwartete Rezensionsexemplare zu erhalten. Aber selbst das blinde Zugreifen in ein lokales öffentliches Büchereiregal kann ein völlig zufälliges Buch hervorbringen. Ein Buch per Zufall auszuwählen, passiert mir sehr selten, aber es ist eine großartige Möglichkeit, etwas völlig Neues auszuprobieren. Meine nächste Lektüre wird eine dieser zufälligen Entdeckungen sein, und ich werde darüber bloggen.
8. Soziale Medien – Ein zweischneidiges Schwert
Buchblogs, Instagram und soziale Medien sind immer unterhaltsam zum Stöbern, aber die Erfolgsquote ist gering. Wie oben erwähnt, werden immer wieder dieselben wenigen kommerziellen Titel wiederholt diskutiert. Über die Jahre habe ich auf diese Weise einige Bücher entdeckt, aber der starke Fokus auf Neuerscheinungen hat mir viel vom Spaß daran genommen. Die Flut an Empfehlungen kann überwältigend sein und die Suche nach dem Besonderen erschweren.
9. Lokale Buchhandlungen – Ein seltener Fundus
Die lokale Buchhandlung hat für mich die geringste Erfolgsquote. Wann immer ich eine besuche, gehe ich normalerweise mit leeren Händen nach Hause. Die Ausnahme sind Kinderbücher. Ich glaube, ich habe noch nie einen Klassiker in einem Geschäft gekauft – meistens gibt es nur schlichte Taschenbücher oder billige Anaconda-Ausgaben. Einmal im blauen Mond finde ich dort etwas. Das Stöbern in Buchhandlungen macht Spaß, aber es ist etwas, das ich nur sehr selten tue. Dennoch sind Buchhandlungen Orte, die eine besondere Atmosphäre bieten und zum Entdecken einladen können. tefal 2 in 1 kombi waffeleisen
Wie finden Sie neue Bücher? Was sind Ihre Kriterien bei der Buchauswahl? Wo lohnt es sich, nach interessanten Titeln Ausschau zu halten und zu stöbern? Was sind Ihre besten Quellen für wirklich gute Lektüre? Die Reise zur Entdeckung des perfekten Buches ist oft so individuell wie die Bücher selbst. Experimentieren Sie mit verschiedenen Strategien und genießen Sie den Prozess des Lesens und Entdeckens!

