Granatapfel: Ein Exotisches Kraftpaket für Ihre Küche

Der Granatapfel, eine Frucht von faszinierender Schönheit und bemerkenswertem Nährwert, mag auf den ersten Blick eine Herausforderung darstellen. Doch die Mühe, seine saftigen Kerne zu gewinnen, lohnt sich. Mit seinem süß-säuerlichen Geschmack und seinen gesundheitlichen Vorzügen ist der Granatapfel eine Bereicherung für jede Küche. Dieser Artikel beleuchtet, wie Sie die Frucht am besten genießen, woher sie stammt und welche Nährstoffe sie enthält, um Ihnen die Geheimnisse dieses exotischen Genusses zu erschließen.

Die Kunst des Granatapfel-Genusses

Wer schon einmal einen Granatapfel in den Händen hielt, kennt die Frage: Wie isst man diese Frucht am besten? Im Inneren verbergen sich rund 400 erbsengroße Samen, die – wenn der Granatapfel reif ist – von einer fleischigen Schicht umgeben sind. Aufgrund des intensiv roten Farbstoffs, der sich nur schwer auswaschen lässt, ist die Frucht zum Herumpatzen denkbar ungeeignet. Für den Verzehr empfehlen sich daher drei bewährte Varianten:

  1. Vorsichtiges Auslösen der Samen: Mit einem Löffel können die einzelnen Samen behutsam aus der Frucht gelöst werden.
  2. Herausklopfen der Samen: Halbiert man die Frucht und legt sie auf ein Küchenbrett, lassen sich die Samen mit einem Holzlöffel herausklopfen.
  3. Aufbrechen in Wasser: Eine weitere Methode ist, den Granatapfel in einer Schüssel mit Wasser aufzubrechen. Die Samen setzen sich am Boden ab, während die Schale obenauf schwimmt. Wichtig ist, vorab den Strunk zu entfernen.

Herkunft und Saison des Granatapfels

Der Granatapfel gedeiht am besten in tropischem bis subtropischem Klima. Die Hauptanbaugebiete erstrecken sich über die wintermilden Regionen des Mittelmeergebiets sowie des Vorderen und Nahen Ostens. In unseren Breitengraden hat die Frucht vor allem von September bis Weihnachten Saison. Botanisch wird der Granatapfel im weitesten Sinne zu den Beeren gezählt, da sein Fruchtfleisch weder fleischig noch verholzt ist.

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Gut zu wissen: Der Granatapfel, dessen Größe und Farbe von grüngelb bis rot variiert, reift nach der Ernte nicht nach. Dank seiner festen Schale lässt er sich jedoch lange lagern. Reif geerntete Früchte können bei Zimmertemperatur mehrere Wochen und im Kühlschrank sogar mehrere Monate aufbewahrt werden. Zwar trocknet die Schale dabei etwas ein, die saftigen Samen bleiben jedoch frisch. Eine gelblich-rote bis tiefrote Färbung der Schale ist ein deutliches Zeichen für die Reife der Frucht.

Nährstoffreichtum des Granatapfels

Granatäpfel sind reich an Kalium, einem essenziellen Mineralstoff für die Muskelfunktion, das Herz und die Nerven. Auch Kalzium und Eisen sind in der Frucht enthalten, ebenso wie verschiedene B-Vitamine. Der Gehalt an Vitamin C ist zwar vorhanden, aber geringer als oft angenommen – etwa sieben Milligramm pro 100 Gramm. Zum Vergleich: Ein großes Glas frisch gepresster Orangensaft deckt den Tagesbedarf einer erwachsenen Frau an Vitamin C (95 Milligramm) leichter, da 100 Gramm Orange bereits circa 45 Milligramm Vitamin C liefern.

Besonders hervorzuheben ist der hohe Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen wie Polyphenolen, Phenolsäuren und Flavonoiden. Diese Antioxidantien sind bekannt dafür, freie Radikale im Körper zu bekämpfen und somit das Immunsystem zu stärken, was sich positiv auf die allgemeine Gesundheit auswirkt. Obwohl einige Untersuchungen auf mögliche positive Effekte der Frucht bei verschiedenen Beschwerden hindeuten, bedarf es weiterer großangelegter klinischer Studien mit Menschen, um diese Potenziale vollständig zu belegen.

Kulinarische Verwendungsmöglichkeiten

Die Granatapfelkerne sind äußerst vielseitig und eignen sich hervorragend zum Verfeinern von Salaten und Müslis oder als dekoratives Element auf Süßspeisen. Ihr süßlich-säuerlicher Geschmack harmoniert zudem wunderbar mit Wildgerichten. Darüber hinaus kann der Granatapfel ausgepresst und sein Saft pur oder als Teil von Mixgetränken genossen werden.

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Fleckenentfernung leicht gemacht: Sollte doch einmal ein Granatapfelspritzer auf die Kleidung geraten, gibt es Abhilfe. Unser Tipp: Beträufeln Sie den Fleck mit Zitronensaft, lassen Sie ihn etwa eine halbe Stunde einwirken, streuen Sie anschließend Salz darüber, bis es sich aufgelöst hat, und waschen Sie die Stelle mit heißem Wasser ab. Danach ab in die Waschmaschine. Alternativ kann das Kleidungsstück auch mit Gallseife behandelt werden, die generell bei Obstflecken wirksam ist.