Giardia beim Hund: Ursachen, Symptome und Behandlung

Giardia ist ein einzelliger Parasit, der im Darm von Menschen und den meisten Haustieren lebt. Es gibt verschiedene Unterarten von Giardien, von denen einige wirtsspezifisch sind, d. h. nur eine Tierart infizieren, während andere Giardienarten mehrere verschiedene Tierarten befallen können. Einige Giardienarten können sowohl Menschen als auch Tiere wie Hunde und Katzen infizieren und stellen somit eine sogenannte Zoonose dar.

Symptome einer Giardiose beim Hund

Bei Hunden, die mit Giardien infiziert sind, äußert sich die Krankheit in mildem bis schwerem Durchfall, der bei jungen Welpen am ausgeprägtesten ist. Der Kot ist typischerweise übelriechend und hell gefärbt, und es kann frisches Blut beigemengt sein. Gewichtsverlust kann auftreten, jedoch selten Appetitlosigkeit. Giardia-Infektionen verursachen an sich kein Fieber oder Erbrechen.

Die Inkubationszeit von der Ansteckung bis zum Auftreten klinischer Symptome beträgt zwischen 5 und 12 Tagen, mit einem Durchschnitt von etwa 8 Tagen. Nicht alle infizierten Hunde zeigen Symptome; sie werden als symptomlose Träger bezeichnet und können die Infektion auf andere Hunde übertragen, ohne selbst erkrankt zu sein.

Diagnose durch den Tierarzt

Die Diagnose wird durch die Untersuchung des Kotes auf Giardienzysten gestellt. Dies kann mit einem einfachen Test beim Tierarzt erfolgen, oder die Probe kann zur Untersuchung an ein Labor geschickt werden.

Behandlung von Giardiose

Giardiainfektionen können medikamentös behandelt werden, erfordern jedoch gleichzeitig eine gründliche Reinigung und Desinfektion der Umgebung, um Reinfektionen zu vermeiden.

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Hundekrankenversicherung in Betracht ziehen

Wenn Ihr Hund eine Behandlung benötigt, können bis zu 80 % der Tierarztkosten mit einer Hundekrankenversicherung abgedeckt werden. Die genauen Leistungen und Ausschlüsse entnehmen Sie bitte den Versicherungsbedingungen.

Medikamentöse Behandlung

Es gibt keine Medikamente, die nachweislich zu 100 % wirksam gegen Giardien sind, und es besteht oft das Risiko einer Reinfektion. Eine Impfung zur Vorbeugung von Giardiose ist in Dänemark nicht verfügbar.

Verhinderung von Reinfektionen

Da Giardien bis zu mehrere Monate in der Umwelt überleben können, ist es wichtig, Giardien in der Umgebung der infizierten Hunde zu eliminieren, um Reinfektionen zu verhindern. Dies ist besonders wichtig in Hundezwingern, wo der Infektionsdruck hoch ist. Der Prozess sollte wie folgt ablaufen:

  • Alle Tiere werden in einen Giardien-freien Bereich gebracht.
  • Der infizierte Bereich und das Inventar werden gründlich gereinigt, vorzugsweise mit Dampf, und anschließend sorgfältig mit einem chemischen Desinfektionsmittel desinfiziert. Danach müssen Bereich und Inventar vollständig trocknen, idealerweise über mehrere Tage.
  • Bevor die Hunde zurückgebracht werden, müssen sie gewaschen werden, um sicherzustellen, dass sie keine Giardienzysten im Fell tragen. Die Tiere können mit einem handelsüblichen Hundeshampoo gewaschen werden.
  • Giardienzysten können auch durch Menschen übertragen werden. Daher sollte ein Desinfektions-Fußbad für Schuhe eingerichtet werden, bevor der gereinigte Bereich betreten wird.

Prognose für den Hund

Die Prognose für einen Hund mit Giardiose ist bei richtiger Behandlung gut, erfordert jedoch die Beseitigung des Reinfektionsrisikos in der Umgebung. Da keine Medikamente nachweislich zu 100 % wirksam sind, besteht die Gefahr, dass die Behandlung die Infektion nur unterdrückt und der Hund erneut Symptome entwickeln kann, wenn das Immunsystem aus anderen Gründen geschwächt wird.

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Ursachen für Giardiose beim Hund

Giardienzysten werden mit dem Kot ausgeschieden und übertragen, wenn ein Tier oder Mensch Giardienzysten aufnimmt, z. B. über kotkontaminiertes Wasser oder eine kontaminierte Umgebung. Giardien können in der Umwelt mehrere Monate überleben, insbesondere unter feuchten und kühlen Bedingungen.

Risiko einer Giardiose-Infektion

Bei Hunden in Dänemark treten Giardiainfektionen mit klinischen Symptomen relativ selten auf, meist nur in Zwingern und an Orten, wo viele Hunde auf engem Raum gehalten werden, sowie bei sehr jungen Welpen und Hunden mit geschwächtem Immunsystem.

Übertragung auf den Menschen

Giardia ist eine potenzielle Zoonose, d. h., einige Giardien-Unterarten können von Hunden auf Menschen übertragen werden, aber nicht alle. Da wir die verschiedenen Unterarten leider nicht unterscheiden können, besteht ein potenzielles Risiko einer Übertragung auf den Menschen. Daher sollte bei der Handhabung infizierter Tiere und Bereiche auf eine besonders gute Hygiene geachtet werden. Bei Auftreten von Durchfallsymptomen nach Kontakt mit einem Giardien-positiven Tier sollte ein Arzt konsultiert werden.