Fracking in Deutschland: Umweltvorschriften und Risiken

Einleitung: Die Debatte um Fracking in Deutschland

Fracking, ein Verfahren zur Gewinnung von Erdgas aus tiefen Gesteinsschichten, ist in Deutschland seit Jahren ein kontrovers diskutiertes Thema. Die Methode, bei der Gestein mittels Hochdruckwasser und Chemikalien aufgebrochen wird, um an Erdgas zu gelangen, birgt sowohl wirtschaftliche Potenziale als auch erhebliche Umweltrisiken. Dieser Artikel beleuchtet die gesetzlichen Regelungen, die seit 2017 in Kraft sind, sowie die damit verbundenen Umweltrisiken, die eine wichtige Rolle in der Debatte um nachhaltigkeit ressourceneffizienz und klimaschutz spielen.

Gesetzliche Regelungen zum Fracking

Seit dem 11. Februar 2017 gelten in Deutschland verschärfte Rechtsvorschriften für das Fracking, die im Wasserhaushaltsgesetz (WHG) verankert sind. Diese Regelungen sehen weitreichende Verbote und Einschränkungen vor, um die Umwelt zu schützen.

Verbote und Einschränkungen für unkonventionelles Fracking

Unkonventionelle Fracking-Vorhaben, die kommerziellen Zwecken dienen, sind in Deutschland bis auf Weiteres nicht zulässig. Dies betrifft insbesondere das Fracking in Schiefer-, Mergel-, Ton- und Kohleflözgestein. Lediglich vier streng regulierte Erprobungsmaßnahmen, die ausschließlich wissenschaftlichen Zwecken dienen und von den jeweiligen Landesregierungen genehmigt werden müssen, sind erlaubt. Diese wissenschaftlichen Projekte werden von einer unabhängigen Expertenkommission begleitet, die dem Deutschen Bundestag regelmäßig über die Vorhaben berichtet. Das Verbot wird zudem zum 31. Dezember 2021 vom Bundestag überprüft.

Neuregelungen für konventionelles Fracking

Auch konventionelle Fracking-Vorhaben, die in Deutschland seit den 1960er Jahren angewendet werden, unterliegen neuen Regelungen. Fracking ist untersagt in sensiblen Gebieten wie Wasserschutz-, Heilquellenschutzgebieten, Einzugsgebieten von Seen und Talsperren, Brunnen zur öffentlichen Trinkwasserversorgung, Nationalparks und Naturschutzgebieten. Eine Genehmigung für konventionelle Fracking-Vorhaben wird nur erteilt, wenn die eingesetzten Fracking-Gemische als nicht oder nur schwach wassergefährdend eingestuft werden. Darüber hinaus müssen alle Fracking-Vorhaben einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen werden, was die Beteiligung der Öffentlichkeit sicherstellt und Transparenz schafft.

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Umweltrisiken durch Fracking

Trotz der strengen Regulierungen bestehen in Deutschland nennenswerte Vorkommen unkonventioneller Erdgaslagerstätten. Diese befinden sich in Schiefertonformationen, Kohleflözen und dichten Sandsteinlagerstätten, deren geringe Durchlässigkeit die Notwendigkeit von Fracking-Verfahren mit sich bringt.

Funktionsweise und Wasserbedarf

Beim Fracking wird durch Tiefbohrungen das Gestein unter hohem Wasserdruck aufgebrochen, um künstliche Risse zu erzeugen. Durch diese Risse fließt das Erdgas zusammen mit Lagerstättenwasser und Fracking-Fluiden zur Bohrung. Der Wasserbedarf für das hydraulische Fracking kann mehrere tausend Kubikmeter pro Bohrung betragen.

Besorgnisse hinsichtlich Grundwasserverunreinigung

Die Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas mittels hydraulischem Fracking ist aufgrund des Einsatzes von Chemikalien und der Entsorgung des anfallenden Abwassers (Flowback) umstritten. Es bestehen erhebliche Besorgnisse und Unsicherheiten bezüglich möglicher Verunreinigungen des Grundwassers durch diese Chemikalien. Die schematische Darstellung potenzieller Eintragspfade unerwünschter Substanzen in oberflächennahe Grundwasserleiter verdeutlicht die Komplexität und die Herausforderungen bei der Risikobewertung.

Abbildung 1: Übersicht der Potenzialgebiete für Schieferöl und Schiefergas in Deutschland.

Abbildung 2: Schematische Darstellung potenzieller Eintragspfade von unerwünschten Substanzen in Grundwasserleiter.

Fazit: Abwägung von Nutzen und Risiko

Die Regelungen zum Fracking in Deutschland stellen einen Versuch dar, potenzielle wirtschaftliche Vorteile gegen signifikante Umweltrisiken abzuwägen. Die strikten Verbote für unkonventionelles Fracking und die strengen Auflagen für konventionelles Fracking spiegeln die hohe Bedeutung des Schutzes von Wasserressourcen und Ökosystemen wider. Dennoch bleibt die Debatte um die Zukunft der Erdgasgewinnung und die damit verbundenen Umweltaspekte, wie die Notwendigkeit einer umwelt druckerei und die Schaffung eines positiven umweltschutz arbeitsplatz, ein fortlaufender Prozess in der deutschen Öffentlichkeit und Politik. Es ist entscheidend, dass Unternehmen wie adidas umwelt und Initiativen wie der Schutz der Umwelt in kinderbuch umweltschutz weiterhin die Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdienen.

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