Nordrhein-Westfalen setzt auf umfassende Förderaktivitäten, um seine Klimaschutz- und Energiewendeziele zu erreichen. Im Wesentlichen bündelt das Land seine Bemühungen unter dem Dach der Förderfamilie „progres.nrw“. Diese Maßnahmen werden teilweise durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert. Ergänzend dazu bietet die NRW.BANK weitere Finanzierungsangebote. Hier erhalten Sie einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Fördermöglichkeiten.
progres.nrw – Klimaschutztechnik
Mit dem Ziel, bis spätestens 2045 treibhausgasneutral zu wirtschaften, fördert Nordrhein-Westfalen gezielt die Nutzung von Klimatechnik. Dies umfasst die Erschließung erneuerbarer Wärme sowie die Reduzierung des Energie- und Wärmebedarfs für Bürger, Unternehmen und Kommunen. Förderanträge konnten bis zum 09.12.2025 eingereicht werden. Nach einer Überarbeitung der Förderrichtlinie wird die Landesregierung auch 2026 den Einsatz energieeffizienter Technologien für Gebäude und Industrie weiter vorantreiben. Dies unterstreicht das Engagement des Landes für nachhaltige Lösungen im Energiesektor.
progres.nrw – Emissionsarme Mobilität
Der Ausbau der Elektromobilität ist ein entscheidender Baustein zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor. Die Landesregierung zielt mit „progres.nrw – Emissionsarme Mobilität“ darauf ab, den Markthochlauf klimaschonender Antriebskonzepte zu beschleunigen. Der Fokus liegt dabei auf dem Umstieg auf batterieelektrische Mobilität und dem Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur. Förderanträge waren bis zum 09.12.2025 möglich. Auch im Jahr 2026 wird die Landesregierung klimafreundliche Mobilitätslösungen aktiv fördern.
progres.nrw – Innovation
Innovationen sind entscheidend für den Fortschritt und entstehen in Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Damit sie ihr volles Potenzial entfalten können, ist die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft essenziell. Hier setzt progres.nrw – Innovation an. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt dabei:
- Anwendungsorientierte Vorhaben der industriellen Forschung und experimentellen Entwicklung.
- Die Erforschung und Erprobung von Prozessinnovationen.
- Die Erstellung von Machbarkeitsstudien.
- Verbundvorhaben, die den Wissenstransfer von der Wissenschaft in die Praxis ermöglichen.
- Forschungsinfrastrukturen sowie Netzwerke und Cluster.
Antragsberechtigt sind Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Vereine und Gemeinden, deren Vorhaben zur Erreichung der Klimaschutzziele des Landes und zur Stärkung der technologischen oder wissenschaftlichen Basis in Nordrhein-Westfalen beitragen.
Fördermaßnahmen im Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)
Der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) bietet vielfältige Fördermöglichkeiten, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Kommunen. Innerhalb der Förderphase 2021-2027 werden im Themenfeld Energie und Klimaschutz zahlreiche Maßnahmen durchgeführt. Der Innovationswettbewerb „Energie.IN.NRW“ fördert Verbundvorhaben, die sich der Entwicklung und Anwendung neuer Technologien in den Bereichen Energie, Industrie und innovatives Bauen widmen.
Darüber hinaus wird die Reduzierung von Treibhausgasemissionen im öffentlichen Gebäudebestand gefördert. Hier können insbesondere Kommunen, Vereine und Stiftungen Unterstützung für Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden sowie zur Umsetzung einer klimaschonenden Wärmeversorgung erhalten. Die relevanten Aufrufe, Fristen und Fördervoraussetzungen werden auf der Internetseite des EFRE/JTF-Programms NRW veröffentlicht.
Förderung der Energiewende durch die NRW.BANK
Die NRW.BANK spielt eine zentrale Rolle bei der Unterstützung der Energiewende. Sie bietet Förderprogramme für erneuerbare Energien, klimagerechte Mobilität und Konsortialfinanzierungen im Bereich Energie- und Umweltschutzinfrastruktur. Zudem stärkt sie die mittelständische Wirtschaftsstruktur durch Finanzierungen für Existenzgründungen und -festigungen.
Mit dem Programm „Weg vom Gas“ stellt die NRW.BANK attraktive Kredite und Tilgungszuschüsse für die Umstellung auf erneuerbare Energien bereit.
Zusätzlich setzt die NRW.BANK das Förderprogramm „progres.nrw – Risikoabsicherung hydrothermale Geothermie“ um. Dieses Programm bündelt Fördermöglichkeiten zur Erschließung hydrothermaler Geothermie, von der Projektidee bis zur ersten Bohrung. Vorstudien und Machbarkeitsstudien sind dabei wichtige erste Schritte für ein erfolgreiches Projekt. Umfassend gefördert werden auch seismische Messkampagnen zur Maximierung der Datenqualität für nachfolgende Bohrungen, was Sicherheit und Erfolgswahrscheinlichkeit erhöht. Ein wesentlicher Bestandteil der Förderung ist die teilweise Absicherung des Fündigkeitsrisikos von 45 Prozent bei der ersten Bohrung. Damit stellt Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland ein systematisches Instrument in diesem Bereich zur Verfügung.

