Faustball: Die Regeln und das Spielprinzip erklärt

Faustball ist eine dynamische und beliebte Sportart, die sowohl im Freien als auch in der Halle gespielt werden kann. Die Grundregeln ähneln denen anderer Rückschlagspiele, doch Faustball zeichnet sich durch seine einzigartige Spielweise aus, bei der der Ball ausschließlich mit der Faust oder dem Arm geschlagen wird. Dieser Artikel beleuchtet die wesentlichen Regeln und das Spielprinzip des Faustballs, um sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Spielern ein tieferes Verständnis zu vermitteln.

Die grundlegenden Spielregeln

Die Spielregeln von Faustball sind im Wesentlichen für das Spiel im Feld und in der Halle gleich, wobei es in der Halle einige spezielle Regelungen gibt. Das Hauptziel jeder Mannschaft ist es, den Ball über das Netz (oder Band/Leine) so zu schlagen, dass der Gegner den Ball nicht regelkonform zurückspielen kann.

Ballführung und Schlagtechnik

Der Ball wird mit der Faust oder dem Arm einem Mitspieler zugespielt oder direkt ins gegnerische Feld geschlagen. Es ist nicht erlaubt, den Ball zu schieben oder ihn mehrfach hintereinander zu berühren. Vor jedem Schlag darf der Ball einmal den Boden berühren.

Spielablauf und Fehler

Ein Spielgang beginnt mit dem Aufschlag und wird fortgesetzt, bis eine Mannschaft einen Fehler begeht oder es zu einer Spielunterbrechung kommt. Als Fehler gelten unter anderem:

  • Der Ball landet außerhalb des Spielfeldes.
  • Der Ball wird von einer Person, die nicht am Spiel beteiligt ist, berührt.
  • Der Ball berührt mehrmals den Boden, ohne dass ein Spieler ihn erreichen kann.
  • Der Ball oder ein Spieler berührt den Pfosten oder das Netz.
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Die Mannschaft, die den Ball zuletzt berührt hat und dabei einen Fehler verursacht, verliert den Punkt. Jeder Fehler wird der gegnerischen Mannschaft als Punkt gutgeschrieben.

Spieldauer und Satzende

Gespielt wird entweder nach Zeit oder nach Sätzen. Eine Halbzeit im Feld dauert 15 Minuten, in der Halle 10 Minuten. Wenn nach Sätzen gespielt wird, endet ein Satz, sobald eine Mannschaft 20 Punkte erreicht hat, wobei ein Mindestabstand von zwei Punkten erforderlich ist.

Siegbedingung

Der Sieger eines Spiels ist die Mannschaft, die im Satzspiel zwei Sätze gewonnen hat (bei Einzelveranstaltungen sind es drei Sätze) oder beim Spiel nach Zeit die höchste Punktzahl erzielt hat.

Der Aufschlag im Faustball

Der Aufschlag darf von jedem Spieler der Mannschaft ausgeführt werden. Der aufschlagende Spieler muss den Ball sichtbar aus der Hand abwerfen und ihn dann über das Netz schlagen. Der Aufschlag kann im Laufen, Springen, Stehen oder Gehen erfolgen.

Regeln für den Aufschlag

  • Der aufgeschlagene Ball muss das gegnerische Feld berühren oder innerhalb bzw. außerhalb des gegnerischen Feldes einen Gegner treffen.
  • Die erste Bodenberührung des Spielers nach dem Aufschlag muss vor der Aufschlaglinie erfolgen.
  • Während des Aufschlags darf sich kein Spieler der aufschlagenden Mannschaft im gegnerischen Feld aufhalten.
  • Der Aufschlag muss, nach dem Pfiff des Schiedsrichters, unverzüglich und spätestens innerhalb von 15 Sekunden ausgeführt werden.

Die Abwehr und Rückschläge

Im eigenen Feld darf der Ball wie folgt behandelt werden:

  • Nur einmal von demselben Spieler geschlagen werden.
  • Nur dreimal insgesamt von der Mannschaft geschlagen werden.
  • Vor jedem Schlag nur einmal den Boden berühren.

Das Überschlagen des Balles über das Netz aus dem eigenen Feld heraus ist gestattet, selbst wenn der Ball das Netz noch nicht vollständig überquert hat. Ebenso ist es erlaubt, den Ball unter dem Netz hindurchzuspielen, solange er vom eigenen Feld aus gestartet wurde und noch nicht den Boden berührt hat.

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Wiederholung des Aufschlags

In bestimmten Fällen wird der Aufschlag wiederholt und gilt nicht als Fehler. Dies ist der Fall, wenn der Ball unmittelbar nach einem Block:

  • Das Netz, den Pfosten oder die Mittellinie berührt.
  • Außerhalb des Spielfeldes landet.
  • Direkt unter dem Netz hindurchfällt.

In der Halle gelten zusätzliche Bedingungen für die Wiederholung des Aufschlags, wenn der Ball nach einem Block die Decke berührt oder außerhalb des Spielfeldes an die Wand prallt. Diese Regeln tragen zur Dynamik und Fairness des Spiels bei und sorgen für spannende Ballwechsel.