Eiweißbrot selber backen: Die volle Kontrolle über Zutaten und Allergene

Low-Carb-Backwaren erfreuen sich wachsender Beliebtheit, doch was steckt wirklich hinter dem sogenannten Eiweißbrot? Oftmals verbirgt sich hinter den vollmundigen Versprechungen eine hohe Kalorien- und Fettbombe, die den gewünschten Abnehmeffekt zunichtemachen kann. Doch das muss nicht sein! Mit diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige über die Inhaltsstoffe von Eiweißbroten und wie Sie durch das Selberbacken die Kontrolle über Ihre Ernährung behalten. Entdecken Sie die Vorteile, potenzielle Nachteile und einfache Rezepte für Ihr eigenes, gesundes Eiweißbrot.

Was steckt hinter dem Trend zum Eiweißbrot?

Die Idee hinter Eiweißbrot und ähnlichen Low-Carb-Produkten ist simpel: Kohlenhydrate werden reduziert, während der Proteinanteil erhöht wird. Dies soll den Insulinspiegel stabilisieren und die Fettverbrennung, insbesondere über Nacht, fördern. Da viele Menschen nicht auf ihr abendliches Brot verzichten möchten, entwickelten Unternehmen Backwaren, die diesen Bedürfnissen entgegenkommen sollten. Ob als “Low Carb Brot” oder “Eiweißbrot” vermarktet – sie versprachen die Lösung für alle, die ihre Gewohnheiten beibehalten und gleichzeitig auf ihre Figur achten wollten.

Besonders interessant für Liebhaber gesunder Backwaren sind zudem die zahlreichen Bio-Produkte, die online erhältlich sind. Von Bio Lower Carb Brot über spezielle Mehle wie Bio Buchweizenmehl bis hin zu Backmischungen – die Auswahl ist groß und ermöglicht es, auch zu Hause gesunde Alternativen zu genießen. Bio Lower Carb Brot Eiweissbrot 400 g

Das zeichnet konventionelles Eiweißbrot aus

Herkömmliches Brot besteht hauptsächlich aus Getreidemehl. Bei Eiweißbrot werden diese kohlenhydratreichen Zutaten jedoch weitgehend ersetzt. Typische Bestandteile sind Sojamehl und -schrot, Leinsamen oder Lupinenmehl, die einen hohen Proteingehalt liefern. Ergänzt werden diese oft durch Kerne wie Sonnenblumenkerne oder Chiasamen sowie durch Zutaten wie Apfelfasern oder Haferkleie, die reich an Ballaststoffen sind.

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Das Ergebnis ist ein Gebäck mit durchschnittlich viermal mehr Eiweiß als herkömmliches Brot, meist pflanzlichen Ursprungs. Gleichzeitig soll der Kohlenhydratgehalt um bis zu einem Sechstel reduziert sein. Geschmacklich ist das Brot locker, saftig und manchmal leicht klebrig. Es verspricht eine langanhaltende Sättigung, was potenziell beim Abnehmen helfen kann.

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Was kann das Low-Carb-Brot wirklich halten?

Auch wenn die Idee verlockend klingt, das normale Brot einfach durch die Eiweißvariante zu ersetzen, ist diese Vorstellung wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Im Gegenteil, es gibt Hinweise auf mögliche gegenteilige Effekte. Daher ist es ratsam, genau hinzusehen und im Zweifel lieber Eiweißbrot selbst zu backen.

Auf das Kleingedruckte achten!

Obwohl der Kohlenhydratgehalt reduziert ist, enthalten viele Eiweißbrote bis zu zehnmal mehr Fett als ihre konventionellen Pendants, was sich in einer deutlich höheren Kalorienzahl niederschlägt. Im Vergleich: 100 Gramm Eiweißbrot können rund 260 kcal haben, während die gleiche Menge Mehrkornbrot oft nur etwa 200 kcal liefert.

Auch die Gehalte an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen können je nach Zutaten stark variieren und potenziell geringer sein als in normalem Vollkornbrot. Um die Qualität eines Low-Carb-Brotes beurteilen zu können, ist eine genaue Betrachtung der Details unerlässlich – oder eben das Selberbacken. Dazu gleich mehr.

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Viel ist nicht immer gut!

Ein übermäßiger Eiweißkonsum kann die Nieren stark belasten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt etwa 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Viele Menschen nehmen jedoch bereits durch ihre normale Ernährung mehr Protein auf. 100 Gramm Eiweißbrot können bereits fast den gesamten empfohlenen Tagesbedarf decken (rund 40 Gramm). Eine Faustregel für eine Obergrenze liegt bei etwa 2 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht.

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Vorsicht, Allergene – auch beim Eiweißbrot-Selber-Backen!

Ein häufiges Problem bei kommerziellen Eiweißbroten ist das enthaltene Gluten, das für die typische Brottextur sorgt. Menschen mit Zöliakie sollten daher sehr vorsichtig sein. Ebenso ist Vorsicht geboten bei Soja, das oft eine Hauptzutat ist und nicht von jedem vertragen wird. Auch tierische Produkte wie Quark, Molkenpulver oder Eier, die zur Erhöhung des Proteingehalts eingesetzt werden, sind nicht für jeden geeignet und machen die Backwaren nicht vegan.

Mögliche Allergene in Eiweißbroten:

  • Glutenhaltige Getreide (Weizen, Gerste, Roggen, Dinkel)
  • Schalenfrüchte (Mandeln, Haselnüsse)
  • Sojabohnen
  • Lupinen
  • Milch und Milchprodukte (inkl. Laktose)
  • Eier
  • Erdnüsse
  • Sesamsamen

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Eiweißbrot – sofort in die Tonne?

Nicht alle Low-Carb-Produkte sind pauschal abzulehnen. Für bestimmte Personengruppen, wie beispielsweise Sportler, die mehr Protein für den Muskelaufbau benötigen, kann Eiweißbrot eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Wichtig ist dabei, die Dosis im Auge zu behalten und sich des hohen Energiegehalts bewusst zu sein.

Viele Menschen empfinden den Verzehr von Eiweißbrot am Abend als angenehmer, da es nicht so schwer im Magen liegt. Zudem stammen die pflanzlichen Proteine oft aus Quellen, die dem Körper guttun und gut sättigen.

Wer Eiweißbrot Selber Backen will, muss keine Scheu davor haben

Die Lösung: Eiweißbrot selber backen

Sind Sie neugierig, aber unsicher wegen der kontroversen Diskussionen um Eiweißbrot? Dann ist das Selberbacken die beste Lösung! Es gibt einfache Rezepte, die sich gut nachbacken lassen und Ihnen die volle Kontrolle über die Zutaten geben.

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Glutenfreies Eiweißbrot selber backen

Für alle, die auf Gluten empfindlich reagieren, ist diese glutenfreie Variante eine gute Option.

Zutaten:

Zubereitung:

  1. Quark und Eier gut verrühren.
  2. Gemahlene Mandeln, Leinsamen und Sonnenblumenkerne hinzufügen.
  3. Mit Salz und Gewürzen abschmecken.
  4. Eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Kastenform füllen.
  5. Teig mit etwas warmem Wasser bestreichen.
  6. Bei ca. 180 °C für etwa 45 Minuten backen.

Kichererbsen sind sehr eiweißreich.

Kichererbsen-Eiweißbrot

Eine schmackhafte Abwechslung bietet dieses Brot mit Kichererbsenmehl, das reich an Protein und wertvollen Nährstoffen ist.

Zutaten:

  • 200 g Kichererbsenmehl
  • 100 g Butter
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Natron
  • 5 Eier
  • Körner nach Wahl (z. B. Leinsamen, Saatenmischung)

Zubereitung:

  1. Eier vorsichtig trennen.
  2. Eiweiß steif schlagen.
  3. Kichererbsenmehl mit Butter, Salz und Natron verrühren.
  4. Den Eischnee unter die Masse heben.
  5. Einen Teil der Körner untermischen.
  6. Eine Kastenform fetten und mit den restlichen Körnern ausstreuen.
  7. Teig einfüllen und bei 180 °C ca. 50 Minuten backen.

Selbst gebackenes Brot mit leckerem Belag ist einfach immer ein Genuss!

Warum sich Eiweißbrot selber zu backen lohnt?

Low-Carb-Produkte erfordern eine genaue Betrachtung der Zutatenliste. Eiweißbrot kann jedoch eine wertvolle Ergänzung des Speiseplans sein, wenn auf Fett- und Proteingehalt geachtet wird. Das Selberbacken ist die ideale Lösung, um Allergene zu umgehen, vegane Varianten herzustellen und den persönlichen Geschmack durch die Wahl von Kernen und Gewürzen zu treffen. Probieren Sie es aus und genießen Sie Ihr eigenes, köstliches Eiweißbrot!

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