Durchfall bei COVID-19: Was Sie wissen müssen und was Sie tun können

Wenn Sie Symptome wie Durchfall während einer Coronavirus-Infektion bemerken, sind Sie nicht allein. Verdauungsbeschwerden, einschließlich Durchfall, sind ein bekanntes, wenn auch nicht immer im Vordergrund stehendes Symptom von COVID-19. Dieser Artikel soll Ihnen aufzeigen, warum das Coronavirus Magen-Darm-Probleme verursachen kann, wie Sie damit umgehen und wann Sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen sollten. Es ist wichtig zu verstehen, wie sich das Virus auf Ihren Körper auswirkt, um die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten und die Ausbreitung einzudämmen.

Warum Coronaviren Durchfall verursachen können

Das SARS-CoV-2-Virus, das COVID-19 verursacht, gelangt typischerweise über die Atemwege in den Körper. Es kann sich jedoch auch im Magen-Darm-Trakt ansiedeln. Dort infiziert das Virus die Zellen, die die Oberfläche der Darmwand auskleiden, was zu Entzündungen führen kann. Diese Entzündung stört die normale Funktion des Darms und kann die Verdauungsprozesse beeinträchtigen, was sich in Symptomen wie Durchfall äußert. Darüber hinaus kann das Virus die Zusammensetzung und das Gleichgewicht der Darmflora, der Gemeinschaft von Mikroorganismen, die in unserem Darm leben, verändern. Eine gestörte Darmflora kann ebenfalls zu Verdauungsbeschwerden beitragen.

Mögliche Symptome und Dauer

Durchfall, der durch eine Coronavirus-Infektion verursacht wird, tritt häufig zu Beginn der Erkrankung auf und dauert in der Regel nur wenige Tage an. In einigen Fällen kann sich die Dauer jedoch auf bis zu einer Woche erstrecken. Neben Durchfall können auch andere Verdauungsbeschwerden wie schwefelhaltiges Aufstoßen, das nach faulen Eiern riecht, auftreten. Wenn Sie solche Symptome bemerken und vermuten, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, ist es ratsam, einen Corona-Test durchzuführen und den Kontakt zu anderen Personen zu meiden, um eine weitere Verbreitung zu verhindern.

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Ernährung bei COVID-19-bedingtem Durchfall

Bestimmte Lebensmittel können die Symptome von Durchfall verschlimmern. Es ist daher ratsam, während der Erkrankung auf stark gewürzte, fettreiche oder frittierte Speisen zu verzichten. Ebenso sollten Alkohol, koffeinhaltige Getränke und Milchprodukte gemieden werden, da diese den Verdauungstrakt zusätzlich reizen können. Eine leichte, gut verdauliche Kost ist in dieser Phase am besten verträglich.

Besondere Vorsicht bei Kindern

Wenn Kinder, insbesondere Säuglinge und Kleinkinder, von Durchfall im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion betroffen sind, ist besondere Vorsicht geboten. Aufgrund ihres geringeren Körpergewichts können Kinder schnell viel Flüssigkeit verlieren, was zu Dehydrierung führen kann. In solchen Fällen sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Bei älteren Kindern ist es ratsam, nach einem Tag mit anhaltendem Durchfall ebenfalls eine Ärztin oder einen Arzt zu konsultieren.

Wann ärztliche Hilfe suchen?

In den meisten Fällen klingen die Verdauungsbeschwerden im Rahmen einer COVID-19-Infektion von selbst ab. Es gibt jedoch Situationen, in denen eine medizinische Abklärung unerlässlich ist. Sie sollten dringend ein Krankenhaus aufsuchen, wenn Sie Anzeichen einer schweren Dehydrierung zeigen. Dazu gehören Symptome wie Schwindel, ein schneller Herzschlag, ein trockener Mund und dunkler Urin. Blut im Stuhl ist ebenfalls ein Alarmsignal, das sofortige ärztliche Aufmerksamkeit erfordert. Wenn der Durchfall länger als zwei bis drei Tage anhält und sich trotz einfacher Maßnahmen nicht bessert, sollten Sie ebenfalls professionelle medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

Welche Virusvarianten können Durchfall verursachen?

Studien haben gezeigt, dass Durchfall als Symptom bei praktisch allen Varianten des Coronavirus auftreten kann. Dies schließt den ursprünglichen Virusstamm sowie nachfolgende Varianten wie Alpha, Beta, Gamma, Delta und Omikron mit ein. Die Neigung zu Verdauungssymptomen kann von Person zu Person und je nach Virusvariante variieren, aber es ist wichtig, sich dieser Möglichkeit bewusst zu sein, unabhängig davon, welche Variante gerade zirkuliert.

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Der Umgang mit Verdauungsbeschwerden während einer COVID-19-Erkrankung erfordert Aufmerksamkeit und gegebenenfalls ärztliche Beratung. Achten Sie auf Ihren Körper, befolgen Sie die empfohlenen Verhaltensweisen und zögern Sie nicht, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn Sie sich Sorgen machen oder schwere Symptome auftreten. Ihre Gesundheit und die Gesundheit anderer stehen an erster Stelle.