Vor elf Jahren dominierte Borussia Dortmund die Bundesliga und sicherte sich die Meisterschale. Nach einer Dekade der Dominanz des FC Bayern München stehen die Schwarz-Gelben 2023 erneut kurz vor dem Titel. Doch was ist aus den Spielern und dem Trainer geworden, die 2012 den Triumphzug durch die Liga feierten? Eine Spurensuche in der Bundesliga und darüber hinaus.
Torhüter
Roman Weidenfeller: Die unangefochtene Nummer eins der Meister-Saison und 16 Jahre lang ein Fels in der Brandung für den BVB. Nach seinem Karriereende 2018 blieb er dem Verein als Teil des Managements erhalten und ist zudem als TV-Experte tätig.
Abwehr
Lukasz Piszczek: Über ein Jahrzehnt lang eine feste Größe auf der rechten Abwehrseite. Nach seinem emotionalen Abschied 2021 schnürte er noch einmal die Schuhe für seinen Heimatverein Goczalkowice-Zdroj in der polnischen vierten Liga.
Neven Subotic: Der elegante Innenverteidiger bildete mit Mats Hummels das Herz der Abwehr. Nach mehreren Verletzungen und dem Aufstieg von Sokratis rutschte er in der Hierarchie nach unten und wechselte über Leihgaben und Stationen in Frankreich, Berlin, der Türkei und Österreich, wo er seine aktive Karriere beendete.
Mats Hummels: Ein zentraler Baustein der damaligen Meistermannschaft und auch 2023 wieder eine Stütze der Defensive. Nach einer Rückkehr zu den Bayern gewann er weitere Titel, bevor er 2019 erneut für den BVB auflief und nun vor seinem dritten Titel mit den Dortmundern steht.
Marcel Schmelzer: Ein Musterprofi, der seine gesamte Karriere dem BVB widmete. Nach einer von Verletzungen geplagten Spätphase seiner Laufbahn beendete er 2022 seine beeindruckende 17-jährige Ära in Dortmund.
Felipe Santana: Der brasilianische Innenverteidiger wagte nach fünf Jahren in Dortmund den Wechsel zum Rivalen Schalke 04. Weitere Stationen folgten in Griechenland, Russland und Brasilien, wo er seine Karriere ausklingen ließ.
Chris Löwe: Nach wenigen Einsätzen für den BVB zog es ihn in die 2. Bundesliga und später zu Huddersfield Town, mit denen er in die Premier League aufstieg. Weitere Stationen in Deutschland folgten, bevor er in der Regionalliga seine Laufbahn fortsetzte.
Mittelfeld
Ilkay Gündogan: Nach fünf erfolgreichen Jahren in Dortmund wechselte er zu Manchester City und sammelte dort eine beeindruckende Trophäensammlung, darunter fünf Premier-League-Titel. Trotz anfänglicher Verletzungssorgen entwickelte er sich zu einem Schlüsselspieler und erreichte mit City das Champions-League-Finale 2023. Ilkay Gündogan ist ein wichtiger Spieler.
Sebastian Kehl: Eine Dortmunder Ikone, die nach 14 Jahren auf dem Platz nun als Sportdirektor für seinen Herzensverein tätig ist. Er nutzte die Lücke zwischen Spielerkarriere und Funktionärstätigkeit, um seine Trainerlizenzen zu erwerben.
Jakub Blaszczykowski (‘Kuba’): Der polnische Fußballer des Jahres wurde nach seiner Zeit in Dortmund und Leihe zu Fiorentina über Stationen in Wolfsburg und seiner Rückkehr zu Wisla Krakow bekannt. Dort übernahm er eine besondere Rolle, indem er den Verein finanziell unterstützte und gleichzeitig seine Karriere verlängerte.
Kevin Großkreutz: Ein Publikumsliebling, der auf fast jeder Position einsatzbereit war und mit Leidenschaft und Kampfgeist überzeugte. Nach einer kurzen Episode in der Türkei folgten Stationen in Stuttgart und Darmstadt, bevor er in den Amateurklassen seiner Heimatregion aktiv blieb.
Sven Bender: Acht Jahre prägte er das Mittelfeld des BVB, bevor er sich Bayer Leverkusen anschloss. Seine Vielseitigkeit, insbesondere auch in der Innenverteidigung, zeichnete ihn aus.
Moritz Leitner: Nach Stationen in Dortmund, Stuttgart, Rom und Augsburg versuchte er sein Glück in England bei Norwich City. Nach seiner Freigabe durch den FC Zürich war er zuletzt für den FC Zürich unter Vertrag.
Angriff
Robert Lewandowski: Eine Weltklassestürmer, der nach seinen Erfolgen in Dortmund und Bayern München nun für den FC Barcelona auf Torejagd geht. Seine Torquote in der Bundesliga ist legendär und seine Trophäensammlung beeindruckend. Robert Lewandowski ist ein Ausnahmespieler.
Lucas Barrios: Der Paraguayer hinterließ mit 39 Toren in 83 Spielen seine Spuren in Dortmund. Nach seinem Wechsel nach China absolvierte er eine wahre Weltreise durch verschiedene Vereine, bevor er in seiner Heimat Paraguay seine Karriere fortsetzte.
Einwechselspieler & Trainer
Mario Götze: Nach seiner Rückkehr 2016 und einer Zwischenstation bei den Bayern, die ihm mehrere Titel einbrachten, zog es ihn nach Eindhoven und schließlich zu Eintracht Frankfurt. Bekannt für sein Siegtor im WM-Finale 2014, begeistert er weiterhin die Bundesliga.
Ivan Perisic: Nach dem Titelgewinn 2012 zog es ihn über Wolfsburg und Inter Mailand, wo er ebenfalls Titel sammelte und im WM-Finale 2018 ein Tor erzielte, zu Tottenham Hotspur.
Jürgen Klopp: Der Architekt dieser erfolgreichen Ära, der später auch mit dem FC Liverpool Geschichte schrieb und nach 30 Jahren die Meisterschaft nach Anfield brachte. Seine Legendenbildung in Dortmund und Liverpool ist unbestritten.
Die Meistermannschaft von 2012 war ein Beleg für die Qualität und den Zusammenhalt, der Borussia Dortmund auch heute noch auszeichnet. Viele dieser Spieler haben ihre Karrieren erfolgreich fortgesetzt, sei es auf dem Spielfeld, in Funktionärspositionen oder als Botschafter des Fußballs.

