Dominikanische Republik: Sicherheitshinweise und Reiseinformationen für deutsche Staatsbürger

Die Dominikanische Republik zieht mit ihren traumhaften Stränden und pulsierenden Rhythmen jährlich zahlreiche Besucher aus aller Welt an. Doch wie bei jedem Reiseziel ist es unerlässlich, sich gut über lokale Gegebenheiten zu informieren, um einen sicheren und unbeschwerten Aufenthalt zu gewährleisten. Dieser umfassende Ratgeber beleuchtet die wichtigsten Aspekte der Sicherheit, des Klimas, der Infrastruktur und gesundheitlichen Vorsorge für deutsche Staatsbürger, die das Karibikparadies erkunden möchten.

Sicherheitshinweise für die Dominikanische Republik

Die Sicherheit ist ein zentraler Aspekt jeder Reiseplanung. Obwohl die Dominikanische Republik bestrebt ist, einen sicheren Tourismus zu gewährleisten, ist es wichtig, sich der potenziellen Risiken bewusst zu sein und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate in der Dominikanischen Republik ist als relativ hoch einzustufen. Touristen können Ziel von Raubüberfällen und Gewaltverbrechen werden, insbesondere in größeren Städten wie Santo Domingo sowie in den touristisch frequentierten Gebieten. Bewaffnete Überfälle, oft verübt von Tätern auf Motorrädern, sind auf dem Vormarsch und zielen häufig auf Mobiltelefone, Rucksäcke, Handtaschen und Schmuck ab. Die Täter sind in der Regel bewaffnet und schrecken nicht vor Gewalt zurück. Auch Autofahrer können Ziel von Überfällen werden, insbesondere im Stau oder an roten Ampeln.

Besondere Vorsicht ist im Umfeld von Prostitution und Drogenhandel geboten. Reisende werden wiederholt als „Drogenschmuggler“ missbraucht und bei der Ausreise an Flughäfen kontrolliert.

Gewalt gegen Frauen wird sehr hart geahndet. Selbst scheinbar geringfügige Übergriffe können zu Verhaftungen und Haftstrafen führen. Ein respektvoller Umgang und ein korrektes Auftreten sind daher unerlässlich.

Empfehlungen zur Vermeidung von Kriminalität:

  • Vermeiden Sie das Telefonieren in der Öffentlichkeit.
  • Verzichten Sie auf das Tragen von auffälligem Schmuck und teuren Accessoires.
  • Achten Sie in Menschenmengen auf Ihre Wertsachen.
  • Tragen Sie Wertsachen stets verdeckt und bewahren Sie Geld, Ausweise und wichtige Dokumente sicher auf. Erwägen Sie die Speicherung elektronischer Kopien.
  • Leisten Sie bei einem Überfall keinen Widerstand und geben Sie Wertgegenstände heraus. Führen Sie stets einen kleinen Geldbetrag für solche Fälle mit sich.
  • Betreten Sie unsichere Wohngegenden und Armutsviertel nur in Begleitung Ortskundiger.
  • Seien Sie besonders vorsichtig in abgelegenen Gebieten, an einsamen Stränden und wenig belebten Straßen, meiden Sie diese bei Dunkelheit.
  • Nehmen Sie Geldabhebungen an Geldautomaten in geschützten Räumen vor und lassen Sie sich nicht beobachten.
  • Verriegeln Sie während Autofahrten Fenster und Türen und sorgen Sie dafür, dass Wertgegenstände nicht sichtbar sind.
  • Vermeiden Sie aggressives Auftreten bei Meinungsverschiedenheiten.
  • Führen Sie Ausflüge nur mit renommierten Touristikunternehmen mit Versicherungsschutz durch.
  • Nehmen Sie kein Gepäck für Fremde mit und kontrollieren Sie den Inhalt Ihres eigenen Gepäcks genauestens.
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Die Touristenpolizei POLITUR bietet eine englischsprachige Notruf-App, über die Betroffene von Verbrechen Kontakt aufnehmen können. Die Nationalpolizei bietet eine App zur digitalen Anzeigeerstattung (nur auf Spanisch).

Terrorismus und Demonstrationen

Es kann vereinzelt zu Protesten und Demonstrationen kommen, bei denen gewaltsame Auseinandersetzungen nicht ausgeschlossen werden können. Touristengebiete waren bisher nicht betroffen.

Empfehlungen:

  • Informieren Sie sich über lokale Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Natur und Klima

Die Dominikanische Republik hat ein tropisches Klima. Die Hurrikan-Saison dauert von Mai bis November, in der mit Tropenstürmen, Starkregen und Überschwemmungen zu rechnen ist. Das Land liegt zudem in einer seismisch aktiven Zone, was Erdbeben möglich macht.

Empfehlungen:

  • Verfolgen Sie regelmäßig Wetterberichte und Nachrichten, z. B. des COE (Centro de Operaciones de Emergencias).
  • Achten Sie auf Sturmwarnungen des National Hurricane Center und beachten Sie die Hinweise zu Wirbelstürmen.
  • Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben vertraut.

Reiseinformationen

Infrastruktur und Verkehr

Die Dominikanische Republik weist eine der höchsten Raten an Verkehrstoten weltweit auf. Die Gefahr, im Straßenverkehr zu Schaden zu kommen, ist die größte Gefahr für ausländische Reisende. Dies gilt insbesondere bei Dunkelheit, wenn Fußgänger oder Tiere auf der Straße unterwegs sind, Fahrzeuge ohne Licht fahren und Straßenschäden schwer erkennbar sind.

Das Straßennetz ist gut ausgebaut, Straßenschäden sind jedoch häufig. Züge für den Personenverkehr existieren nicht; Fernbusse verbinden die wichtigsten Städte.

Viele Autofahrer verfügen nicht über Versicherungsschutz oder eine Fahrerlaubnis, was die Gefahr von Fahrerflucht erhöht. Bei Unfällen mit Personenschaden kann es zur vorläufigen Festnahme des Unfallverursachers kommen.

Es gibt Berichte über Polizisten, die Touristen in Mietwagen wegen angeblicher Verkehrsdelikte zur Zahlung von „Bußgeldern“ auffordern.

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Empfehlungen für den Straßenverkehr:

  • Fahren Sie möglichst nie bei Dunkelheit.
  • Rechnen Sie stets mit aggressiver Fahrweise und der Nichtbeachtung von Verkehrsregeln durch andere.
  • Achten Sie bei Anmietung eines Fahrzeugs auf ausreichenden Versicherungsschutz.
  • Rufen Sie bei einem Unfall die Polizei und lassen Sie alle relevanten Daten aufnehmen.
  • Bewahren Sie Ruhe, wenn Sie von der Polizei angehalten werden. Zeigen Sie Ihre Ausweispapiere ohne Diskussion vor.
  • Verweigern Sie die Zahlung eines Bußgeldes nicht grundsätzlich, bestehen Sie jedoch auf der Aufnahme von Personen- und Fahrzeugdaten sowie auf einem Strafzettel.
  • Verlangen Sie ggf. Namen und Dienstgrad des Polizisten und seiner Dienststelle.
  • Der deutsche Führerschein wird für touristische Aufenthalte anerkannt; die Mitnahme eines Internationalen Führerscheins ist dennoch empfehlenswert.

Rechtliche Besonderheiten

Drogenkonsum und -handel sind strafbar, auch bei geringen Mengen. Verstöße werden mit langjährigen Freiheitsstrafen geahndet, eine Freilassung gegen Kaution ist ausgeschlossen. Beim Immobilienerwerb ist Vorsicht geboten, da Verkäufer nicht immer als Eigentümer im Grundbuch eingetragen sind und Betrugsfälle vorkommen.

Empfehlungen:

  • Seien Sie misstrauisch, insbesondere bei Angeboten zur Finanzierung Ihrer Reise.
  • Lassen Sie Ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt und befördern Sie keine Pakete für Fremde.
  • Lassen Sie sich beim Immobilienerwerb unbedingt durch seriöse Rechtsanwälte beraten.
  • Handeln Sie beim Immobilienerwerb niemals übereilt.
  • Überweisen Sie kein Geld an Personen oder Firmen, deren Seriosität nicht geklärt ist.

Geld und Kreditkarten

Landeswährung ist der Dominikanische Peso (DOP). Gängige Kreditkarten werden in den meisten Hotels, Geschäften und Restaurants akzeptiert. Euro-Bargeld kann in Banken und Wechselstuben getauscht werden. Geldautomaten sind weit verbreitet.

Empfehlungen:

  • Tauschen Sie Devisen nur bei autorisierten Stellen.
  • Vermeiden Sie den Umtausch von Banknoten mit sehr hohem Wert.
  • Tauschen Sie Devisen nicht auf der Straße, um Betrug und Falschgeld zu vermeiden.

Einreise und Zoll

Reisedokumente

Für die Einreise sind Reisepass, vorläufiger Reisepass oder Kinderreisepass gültig. Der Reisepass muss für die Dauer des Aufenthalts gültig sein und ein Rückflugticket muss vorgelegt werden können. Erkundigen Sie sich stets vor Reiseantritt bei Ihrer Fluggesellschaft über deren spezifische Dokumentenanforderungen.

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Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für Aufenthalte bis zu 30 Tagen kein Visum. Für längere Aufenthalte muss eine gebührenpflichtige Verlängerung beantragt werden.

Minderjährige

Minderjährige, die allein oder nur mit einem Elternteil reisen, benötigen eine notariell beglaubigte Genehmigung des nicht mitreisenden Elternteils zur Ausreise.

Einfuhrbestimmungen

Die Einfuhr von Devisen ist unbegrenzt erlaubt, ab 10.000 US-Dollar jedoch deklarationspflichtig. Die Einfuhr von Lebensmitteln ist untersagt.

Gesundheit

Impfschutz und Krankheiten

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Es werden jedoch Impfungen gegen Hepatitis A, Dengue-Fieber, Hepatitis B, Typhus, Tollwut und ggf. Cholera empfohlen. Achten Sie auf den aktuellen Stand Ihrer Standardimpfungen.

Die Dominikanische Republik ist von verschiedenen durch Mücken übertragenen Krankheiten betroffen, darunter Dengue-Fieber, Zika-Virus-Infektion und Chikungunya-Fieber. Malaria ist ebenfalls ein geringes Risiko. Schützen Sie sich konsequent vor Mückenstichen durch geeignete Kleidung und Insektenschutzmittel.

Es treten auch einzelne Fälle von Tollwut auf.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist im privaten Sektor in Santo Domingo teilweise auf europäischem Niveau. Der öffentliche Sektor ist jedoch, insbesondere in ländlichen Regionen, defizitär. Planbare Eingriffe sollten grundsätzlich in Deutschland erfolgen.

Deutsche Krankenkassen übernehmen die Kosten für Behandlungen und Rücktransporte im Ausland nicht. Die Behandlungskosten sind vor der Behandlung zu bezahlen.

Empfehlungen:

  • Schließen Sie eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit.
  • Klären Sie Zahlungsmodalitäten im Krankenhaus frühzeitig.
  • Lassen Sie sich vor Reiseantritt durch reisemedizinische Beratungsstellen persönlich beraten.

Informationen über häufige Infektions- und Tropenkrankheiten

Weitere Hinweise

Die weltweite Gefahr terroristischer Anschläge besteht fort. Seien Sie sich der potenziellen Gefahren bewusst und verhalten Sie sich sicherheitsbewusst. Informieren Sie sich über die Verhältnisse im Reiseland und verfolgen Sie die lokalen und internationalen Medien. Melden Sie verdächtige Vorgänge den örtlichen Behörden.

Die Eintragung in die Krisenvorsorgeliste „Elefand“ des Auswärtigen Amts wird empfohlen.

Reiseandenken, die aus Tieren oder Pflanzen gefertigt wurden, unterliegen strengen Einfuhrbestimmungen. Informieren Sie sich über das Online-Portal Artenschutz im Urlaub, um die Einfuhrbestimmungen nach Deutschland zu erfahren.

Die Entscheidung über den Antritt einer Reise liegt in Ihrer alleinigen Verantwortung. Beachten Sie die Reise- und Sicherheitshinweise sowie die medizinischen Hinweise.