Wachtelbrust mit gedämpften Briocheknödeln, Pflaumen-Vanille-Sauce und lauwarmem Rotkohlsalat

Für Hobbyköche, die nach einer kulinarischen Herausforderung suchen und gleichzeitig den Nervenkitzel eines Kochwettbewerbs erleben möchten, bietet die Welt der Kochshows eine faszinierende Plattform. Die Teilnahme an solchen Formaten erfordert nicht nur Kochkunst, sondern auch die Fähigkeit, unter Druck kreativ zu sein und die eigenen Fähigkeiten einem breiten Publikum zu präsentieren. Die Sendung “Die Küchenschlacht” im ZDF ist ein solches Format, das ambitionierten Köchen die Möglichkeit gibt, ihr Talent unter Beweis zu stellen. Dieser Artikel beleuchtet die Erfahrungen einer Kandidatin, die sich dieser Herausforderung stellte und dabei ein raffiniertes Gericht kreierte, das die Jury überzeugte. Erfahren Sie mehr über die Zubereitung der Wachtelbrust mit gedämpften Briocheknödeln, Pflaumen-Vanille-Sauce und lauwarmem Rotkohlsalat, einem Gericht, das sowohl festlich als auch innovativ ist.

Das Konzept der Küchenschlacht

“Die Küchenschlacht” ist seit über einem Jahrzehnt ein fester Bestandteil des ZDF-Programms und präsentiert wöchentlich sechs Kandidaten, die in Einzelkämpfen gegeneinander antreten. Jeden Tag scheidet ein Teilnehmer aus, bis am Freitag das Finale stattfindet und der Wochensieger gekürt wird. Eine Besonderheit der hier beschriebenen Teilnahme war ein Weihnachtsspezial mit ehemaligen Kandidaten, bei dem der Gewinner 1.500 Euro für eine gemeinnützige Organisation spenden durfte. Die Sendung wird in Hamburg aufgezeichnet, und die Teilnehmer genießen ein “Rundum-Sorglos-Paket”, das von der Anreise bis zur Verpflegung reicht. Rezepte mit Faschiertem könnten ebenfalls Teil eines solchen Wettbewerbs sein, doch dieses Mal stand ein festliches Geflügelgericht im Mittelpunkt.

Die Herausforderung: Zeitdruck und Kreativität

Die größte Herausforderung bei der Teilnahme an “Die Küchenschlacht” ist die begrenzte Kochzeit von nur 35 Minuten pro Gang. Zusätzlich zu dieser knappen Frist müssen die Kandidaten die Anwesenheit von Kameras, Scheinwerfern und einer prominenten Jury bewältigen, was die Anspannung erhöht. Die Kandidatin, die hier porträtiert wird, hatte bereits 2015 an der Sendung teilgenommen und nutzte die erneute Chance, ihre Kochkünste zu verfeinern. Das Konzept der Sendung verlangt von jedem Kandidaten, im Voraus zwei Rezepte für jeden Kochtag einzureichen, aus denen die Redaktion eines auswählt. Dies stellt sicher, dass keine Gerichte doppelt vorkommen und fördert die Vielfalt kulinarischer Darbietungen.

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Das Siegergericht: Ein Fest für die Sinne

Das Gericht, das die Kandidatin für das Weihnachtsspezial wählte, war Wachtelbrust mit gedämpften Briocheknödeln, Pflaumen-Vanille-Sauce und lauwarmem Rotkohlsalat. Die Wahl fiel auf Wachtelbrust, da ein ganzer Geflügelbraten die vorgegebene Kochzeit gesprengt hätte. Die Wachtel gilt als eine Delikatesse, die sich besonders gut für festliche Anlässe eignet.

Zubereitung der Komponenten:

  • Briocheknödel: Hergestellt aus altbackener Butterbrioche, die in Milch und Ei eingeweicht und anschließend gedämpft wird. Diese Methode sorgt für besonders saftige und formstabile Knödel.
  • Pflaumen-Vanille-Sauce: Eine süß-säuerliche Sauce aus reifen Pflaumen, verfeinert mit Vanille, Rum und einem Hauch von Enten- oder Geflügelfond. Die Sauce wird intensiv reduziert und püriert, um eine cremige Konsistenz zu erreichen.
  • Rotkohlsalat: Frischer Rotkohl wird nach dem Kneten für eine weichere Textur kurz in der Pfanne geschwenkt. Mariniert mit Orangenfilets, Balsamico und verfeinert mit gehackten, karamellisierten Pekannüssen für einen süßen Crunch.

Die Zubereitung dieses Gerichts im Studio war eine Gratwanderung zwischen kulinarischer Präzision und dem Management des enormen Zeitdrucks. Trotz der Herausforderungen gelang es der Kandidatin, die Jury zu überzeugen und eine Runde weiterzukommen. Der Lachs mit Spekulatiuskruste des ausgeschiedenen Kandidaten Arne wird als spannende Kombination erwähnt, die die Kandidatin selbst gerne nachkochen möchte.

Die Moderation der Sendung übernahm der bekannte Sternekoch Nelson Müller, während die renommierte Köchin Meta Hildebrand in der Jury saß. Die Anwesenheit solcher kulinarischen Größen fügt dem Wettbewerb eine zusätzliche Ebene der Ehrfurcht und des Respekts hinzu. Auch Alex Kumptner, ein weiterer bekannter Koch, wurde während der Dreharbeiten getroffen.

Das Publikum vor Ort, dessen Karten verkauft werden, trägt zur lebendigen Atmosphäre der Aufzeichnungen bei.

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Das Rezept im Detail

Zutaten für zwei Personen:

Für die Wachtelbrust:

  • 6 Wachtelbrüste mit Haut und Flügelknochen, küchenfertig pariert
  • 3 EL Butterschmalz
  • 1 TL Maldon Meersalz
  • 2 TL Waldhonig
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Für die Brioche-Knödel:

  • 200 g Butterbrioche (1-2 Tage alt), am Stück
  • 100 g Vollmilch
  • 1 Ei (Größe M)
  • Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Für die Pflaumensauce:

  • 1 EL Zucker
  • 200 g reife gelbe Pflaumen (oder blaue/violette)
  • 2 EL brauner Rum
  • 1 Vanilleschote
  • 2 unbehandelte Orangen
  • 200 ml Enten-Fond (alternativ Geflügelfond)
  • Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Für den Rotkohlsalat:

  • ½ Kopf frischer Rotkohl
  • 2 TL Salz
  • 1 EL Zucker
  • 2 EL Butterschmalz
  • ½ Bund glatte Petersilie
  • 1 unbehandelte Orange
  • 1 EL Honig
  • 2 EL alter, dunkler Aceto Balsamico
  • 1 Prise gemahlener Cayennepfeffer

Für die Pekannuss-Krokant:

  • 1 handvoll Pekannusskerne
  • 3 EL Zucker
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

  1. Brioche-Knödel: Brioche in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden, in einer Pfanne ohne Fett von beiden Seiten rösten, dann würfeln. Milch erwärmen, Ei verquirlen. Briochewürfel mit Milch und Ei vermengen, mit Salz und Pfeffer würzen. Masse kurz ziehen lassen, dann mit feuchten Händen Knödel formen. Ein Bambusdämpfkörbchen vorbereiten (Wasser im Topf darf die Knödel nicht berühren). Wasser zum Kochen bringen, Knödel mit Abstand im Dämpfkörbchen ca. 5-7 Minuten dämpfen und warmhalten.
  2. Pflaumensauce: Pflaumen waschen, entsteinen und vierteln/achteln. Zucker hellbraun karamellisieren, Pflaumen zugeben und braten. Vanilleschote längs aufschneiden, Mark und Schote zugeben. Orangenschale abreiben, Saft auspressen. Mit ca. 100 ml Orangensaft ablöschen, köcheln lassen, Orangenschale zugeben. Mit Fond auffüllen, stark reduzieren lassen, bis Pflaumen weich sind. Vanilleschote entfernen, alles pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sauce warmhalten, evtl. durch ein Sieb streichen.
  3. Rotkohlsalat: Rotkohl in feine Streifen hobeln, mit Salz und Zucker bestreuen und leicht verkneten. Ziehen lassen. Petersilie hacken. Orangenschale abreiben, Orangen filetieren (Saft auffangen). Aus Orangensaft, Honig und Balsamico ein Dressing mixen, mit Salz abschmecken. Rotkohl in Butterschmalz in einer Pfanne schwenken, mit Dressing, Orangenfilets und Petersilie vermengen. Mit Cayennepfeffer abschmecken und lauwarm servieren.
  4. Pekannuss-Krokant: Zucker karamellisieren, Pekannüsse zugeben, bis sie überzogen sind. Mit Salz bestreuen, auf Backpapier zum Auskühlen geben, dann hacken.
  5. Anrichten: Rotkohlsalat auf vorgewärmte Teller geben. Mit Pflaumensauce, Briocheknödeln und Wachtelbrust anrichten. Mit Pekannuss-Krokant bestreut servieren.
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