Meeresfrüchte: Gaumenfreuden aus dem Meer

Hummer mit roten Panzer

Meeresfrüchte, ein kulinarischer Schatz aus den Tiefen des Ozeans, faszinieren durch ihre Vielfalt und ihren einzigartigen Geschmack. Von den eleganten Hummern bis zu den zarten Muscheln – diese Delikatessen aus dem Meer bereichern die deutsche Küche auf vielfältige Weise. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Begriff Meeresfrüchte, und welche Schätze aus den Weltmeeren erfreuen sich besonderer Beliebtheit?

Was sind Meeresfrüchte?

Unter dem Oberbegriff Meeresfrüchte werden essbare Meerestiere zusammengefasst, die keine Wirbeltiere sind. Dies schließt eine breite Palette von Lebewesen ein, die sich grob in drei Hauptkategorien einteilen lassen:

  • Krustentiere: Dazu zählen bekannte Delikatessen wie Hummer, Königskrabbe, Kaisergranat, Languste, Shrimps, Taschenkrebs und Riesen-Crevetten. Insbesondere Krusten- und Schalentiere erfreuen sich bei Hobbyköchen und Gourmets zunehmender Beliebtheit.
  • Schalentiere: Muscheln und Schnecken fallen in diese Kategorie.
  • Kopffüßer: Hierzu gehören Oktopusse, Tintenfische und Kalmare.

Besonders die Krusten- und Schalentiere sind es, die die Herzen von Liebhabern erobert haben. Die feinen Unterschiede zwischen Shrimps, Garnelen und Crevetten sind dabei oft Gegenstand von Diskussionen, doch alle vereint ihr exquisiter Geschmack.

Hummer und seine Verwandten: Die Edlen des Meeres

Der Hummer gilt als der edelste Vertreter der Meeresfrüchte. Exemplare, die vor der norwegischen Küste gefangen werden, können ein beachtliches Gewicht von bis zu neun Kilogramm erreichen. Auch Hummer aus den Gewässern um das Kap der Guten Hoffnung sind weltweit geschätzt.

Hummer mit roten PanzerHummer mit roten PanzerDer Hummer ist ein königlicher Genuss.

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Am besten entfaltet der Hummer sein Aroma, wenn er fangfrisch gekocht wird. Der Kaisergranat, ebenfalls oft in Norwegen anzutreffen, ist dem Hummer ähnlich, aber deutlich kleiner. Vor allem das Fleisch seiner Schwänze gilt als exquisite Delikatesse.

Hummer zubereiten:

  1. Den Hummer gründlich unter kaltem Wasser abspülen.
  2. Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen.
  3. Lebende Hummer sollten vor dem Kochen mit einem gezielten Schlag auf den Hinterkopf betäubt werden.
  4. Anschließend den Hummer kopfüber vollständig in das kochende Wasser geben.
  5. Das Wasser erneut aufkochen lassen und dann die Hitze reduzieren, sodass der Hummer für etwa 10 Minuten ziehen kann.
  6. Während des Kochvorgangs verfärbt sich der Panzer des Hummers von dunkel zu einem leuchtenden Signalrot.
  7. Danach kann der Hummer serviert oder sein Fleisch weiterverarbeitet werden.

Langusten: Zartheit ohne Scheren

Langusten sind ebenfalls ein Hochgenuss und gehören zur Familie der Hummer. Ihr besonderes Merkmal ist das Fehlen von Scheren, stattdessen besitzen sie lange Fühler. Die besten Langusten stammen oft von der schottischen Küste und zählen zu den teuersten Krustentieren. Preislich etwas zugänglicher, aber geschmacklich ebenso raffiniert, sind Flusskrebse. Da heimische Flusskrebse rar geworden sind, werden sie häufig aus den USA importiert.

Für ein besonders zartes und aromatisches Erlebnis empfiehlt es sich, Flusskrebse zu wählen, die Ende Juni gefangen wurden, da sie zu dieser Zeit bereits gehäutet sind.

Langusten kochen:

  1. Ähnlich wie Hummer werden lebende Langusten in kochendes Salzwasser oder eine Gemüsebrühe gegeben.
  2. Abhängig von ihrer Größe sollten sie bei starker Hitze für 10 bis 20 Minuten gekocht werden.

Krabben, Garnelen und Crevetten: Eine Vielfalt an Aromen

Garnelen auf dem GrillGarnelen auf dem GrillGarnelen und Crevetten sind hochgeschätzte Delikatessen.

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Die Crevetten zählen zu den beliebtesten Krustentieren. Oftmals werden alle ähnlichen Tiere pauschal als Krabben bezeichnet, doch es gibt feine Unterschiede. Was gemeinhin als Krabbe bekannt ist, ist oft eine Crevette oder die graue Nordseekrabbe. Diese wird nach dem Fang sofort gekocht, wodurch sie ihre charakteristische rötliche Färbung erhält.

Eismeer- oder Grönlandgarnelen sind noch delikater, mit einem dezenten Salzgeschmack und einem besonders zarten Fleisch. Generell gilt: Je tiefer und kälter das Wasser, aus dem Garnelen stammen, desto besser ist in der Regel ihr Geschmack. Gambas sind eine besonders große Form der Garnele, von der hauptsächlich das Schwanzstück verzehrt wird.

Die echte Krabbe selbst ist eine teure Delikatesse. Insbesondere die aus den USA importierten Blau- und Königskrabben sind bei Feinschmeckern sehr begehrt.

Muscheln: Köstliche Kerne in harter Schale

Muscheln, oft als “harte Schale, köstlicher Kern” beschrieben, sind faszinierende Wesen. Obwohl sie oft zu den Schalentieren gezählt werden, gehören sie biologisch zu den Kopffüßlern. Ihre Vielfalt in Form und Farbe ist bemerkenswert, und ihr hoher Eiweißgehalt macht sie nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund.

Austern: Die Königinnen der Muscheln

Die Auster ist die unangefochtene Königin unter den Muscheln. Diese nährstoffreiche Muschel wird in Europa meist aus Zuchtbänken gewonnen und schmeckt am besten, wenn sie in kälteren Gewässern aufgewachsen ist. Sylter Royal und die portugiesische Felsenauster genießen unter Feinschmeckern einen hervorragenden Ruf. Austern sollten stets frisch verzehrt werden und sind im Kühlschrank unter einem feuchten Tuch nur für wenige Stunden haltbar.

Miesmuscheln: Ein Saisonaler Genuss

Die Miesmuschel ist die beliebteste Muschelart und sollte idealerweise nur in Monaten mit einem “R” im Namen gegessen werden. Miesmuscheln aus dem ostfriesischen Wattenmeer gelten als besonders schmackhaft, wenn sie zwischen September und März verzehrt werden. Sie sind eine beliebte Zutat in Gerichten wie Paella.

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Gekochte MiesmuschelnGekochte MiesmuschelnMiesmuscheln sind ein vielseitiger Genuss.

Jakobsmuscheln: Süßlich und Nussig

Ein besonderer Genuss sind die Jakobsmuscheln, auch Pilgermuscheln genannt. Sie sind reich an Eisen und Vitamin B12. Ihr leicht nussiger, süßer Geschmack ist einzigartig und macht sie zu einer begehrten Delikatesse.

Prüfung auf Genießbarkeit:

  • Muscheln mit geschlossener Schale, die sich beim Kochen öffnet, sind in Ordnung.
  • Geöffnete Muscheln vor dem Kauf oder solche, die sich auch nach dem Kochen nicht öffnen, sollten nicht verzehrt werden.
  • Frische Muscheln riechen leicht nach Meerwasser.

Muscheln zubereiten:

  1. Muscheln unter fließendem Wasser mit einer Bürste reinigen.
  2. Beschädigte oder bereits geöffnete Muscheln aussortieren.
  3. Den “Muschelbart” mit einem scharfen Messer entfernen.
  4. Die Muscheln in einem Sud aus Wasser, Weißwein, Knoblauch, Schalotten, Fenchel, Salz und Pfeffer für etwa 8 Minuten garen.
  5. Die Muscheln abgießen und etwas vom Sud auffangen, um ihn zusammen mit den Muscheln zu servieren.

Oktopoden und Kalmare: Delikatessen aus tropischen Gewässern

Oktopoden und Kalmare sind Geschmackssache, doch für viele stellen sie eine besondere Delikatesse dar. Sie werden hauptsächlich in tropischen Gewässern gefangen, wobei insbesondere die Fangarme als sehr delikat gelten. Die langen Körper der Kopffüßer eignen sich hervorragend für vielfältige Füllungen. Beim Kauf und der Zubereitung von frischen Tieren ist darauf zu achten, dass der Farbbeutel unbeschädigt bleibt.

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