DDR-Brötchen: Zurück zum Geschmack von früher

DDR Brötchen Teig

Erinnerungen an die Kindheit in der DDR werden oft von Nostalgie für die einfachen, aber geschmackvollen Dinge des Lebens begleitet. Für viele, die in dieser Zeit aufwuchsen, gehören die Brötchen von damals zu diesen schmerzlich vermissten kulinarischen Erinnerungen. Die kompakte Textur und der authentische Geschmack scheinen in der heutigen Backkunst oft verloren gegangen zu sein. Doch die Sehnsucht nach diesen Backwaren muss nicht unerfüllt bleiben. Dieses Rezept, inspiriert von einem Blogbeitrag des Bäckers Süpke, verspricht, die Magie der DDR-Brötchen wieder aufleben zu lassen und sie einfach zu Hause nachzubacken. Lassen Sie uns die Kunst des Brotbackens neu entdecken und uns an den Geschmack von damals erinnern. Brot backen ohne Strom kann eine faszinierende Herausforderung sein, aber mit dem richtigen Rezept und etwas Geduld gelingen auch ohne moderne Technik köstliche Brötchen.

Zutaten und Zubereitung des Teiges

Für diese nostalgischen Brötchen werden folgende Zutaten benötigt: 1 kg Mehl (vorzugsweise Type 405), 650 ml kaltes Wasser, ein halber Würfel frische Hefe oder ein Päckchen Trockenhefe, 20 g Salz, 5 g Zucker und 20 g Schmalz. Die Küchenmaschine erledigt die Hauptarbeit und verknetet die Zutaten für etwa 10 Minuten zu einem Teig. Ein spezieller Knethaken, der weiter ausholt, kann dabei Wunder wirken und sorgt für eine optimale Teigkonsistenz, besonders für passionierte Bäcker.

DDR Brötchen TeigDDR Brötchen Teig

Die Bedeutung der Gehzeit und Teigführung

Der Schlüssel zu wirklich geschmackvollen Brötchen liegt in der Zeit – je länger der Teig gehen kann, desto intensiver wird sein Aroma. Dabei ist eine langsame Gärung entscheidend, um die Kraft der Hefe nicht zu überstrapazieren. Um diese langsame Gärung zu ermöglichen, wird der Teig kalt verarbeitet und kühl gestellt. Ein leicht zu kalter Kühlschrank kann durch das Aufstellen der Schüssel an einem kühleren Ort ausgeglichen werden, wo etwa 12 Grad Celsius herrschen. Dies ist die ideale Temperatur für die langsame Reifung des Teiges, der zu Beginn noch sehr feucht und klebrig erscheint.

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DDR Brötchen TeigschüsselDDR Brötchen Teigschüssel

Nach etwa einer Stunde Ruhezeit zeigt der Teig zwar nur geringe Anzeichen von Aufgehen, fühlt sich aber seidig und geschmeidig an. Kleine Bläschen im Inneren deuten auf die bevorstehende Entwicklung der Krume hin.

Portionieren und Formen der Brötchen

Der Teig wird abgewogen und in etwa 20 gleichmäßige Portionen aufgeteilt, die jeweils rund 82 Gramm wiegen. Zusätzliches Mehl wird hierbei vermieden, lediglich die Arbeitsfläche wird leicht bemehlt. Beim Formen der Teiglinge ist es wichtig, Spannung aufzubauen. Dies gelingt, indem man den Teigrand wiederholt zur Mitte zieht und den Teigling dabei dreht. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis der Teigling eine feste Struktur aufweist und keine Teigränder mehr nach innen gezogen werden können.

DDR Brötchen Teiglinge formenDDR Brötchen Teiglinge formenDDR Brötchen geformte TeiglingeDDR Brötchen geformte Teiglinge

Die Nahtstellen lassen sich bei einem feuchten Teig leicht verschließen, indem sie fest zusammengedrückt werden. Die Struktur der Teiglinge lässt bereits die Schichtbildung erahnen, die ihnen später ihre charakteristische Textur verleiht.

DDR Brötchen TeigstrukturDDR Brötchen Teigstruktur

Für längliche Brötchen werden die Kugeln nach dem Formen noch mehrmals über die bemehlte Arbeitsfläche gerollt. Wer sich für das Thema Schwarzbrot interessiert, wird feststellen, dass auch hier die Teigführung eine entscheidende Rolle spielt.

DDR Brötchen längliche FormungDDR Brötchen längliche FormungDDR Brötchen längliche BrötchenDDR Brötchen längliche Brötchen

Zweite Gehzeit und Backvorgang

Die geformten Brötchen dürfen nun erneut an einem kühlen Ort für etwa eine Stunde ruhen. Etwa zur Hälfte dieser Zeit werden die länglichen Brötchen mit einer Rasierklinge eingeschnitten. Nach der zweiten Gehzeit zeigen die Brötchen eine feine Gärung mit vielen kleinen Luftbläschen.

DDR Brötchen TeigruheDDR Brötchen Teigruhe

Vor dem Backen werden die Brötchen mit Wasser bestrichen und eine Schale mit Wasser wird im auf 220°C vorgeheizten Ofen (Umluft) platziert. Die Backzeit beträgt 15 bis 20 Minuten.

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DDR Brötchen frisch gebackenDDR Brötchen frisch gebacken

Obwohl das Einschneiden noch etwas Übung erfordert, sind die Brötchen wunderbar aufgegangen, an den Schnittstellen schön aufgerissen und haben eine hervorragende Kruste entwickelt – ein Erfolg, der sich sehen lassen kann. Auch das Thema Körnerbrot backen kann mit Geduld und dem richtigen Rezept zu Hause gelingen.

DDR Brötchen KrusteDDR Brötchen Kruste

Das Ergebnis: Geschmack und Textur

Die Schnittfläche offenbart eine relativ dichte, aber dennoch herrlich weiche und fluffige Krume, die von einer knusprigen Außenseite umhüllt wird. Die lange Teigführung hat dem Geschmack sichtlich gutgetan, und die Brötchen schmecken authentisch nach “damals”. Markus, ein Genießer, konnte es sich nicht verkneifen, gleich zwei frisch aus dem Ofen mit reichlich Butter bestrichen zu genießen. Für alle, die sich für traditionelles Brotbacken interessieren, ist dieses Rezept ein wunderbarer Einstieg. Brot backen mit Hefe ist eine Kunst für sich, und dieses Rezept zeigt, wie gut es gelingen kann.

DDR Brötchen KrumeDDR Brötchen Krume

Dieses Rezept ist eine Hommage an die Backkunst der DDR und bietet die Möglichkeit, den Geschmack der Kindheit wiederzuentdecken. Probieren Sie es aus und lassen Sie sich von den einfachen, aber köstlichen DDR-Brötchen verzaubern!