Die deutsche Brotkultur ist reich und vielfältig, geprägt von regionalen Traditionen und historischen Einflüssen. Ein besonderes Kapitel in dieser Geschichte schreibt das Malfa Kraftma Brot, ein traditionsreiches Gebäck aus der ehemaligen DDR, das heute eine Renaissance erlebt. Dieses Malzbrot, einst im VEB Bako (Backwarenkombinat) Berlin hergestellt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Gaumen heutiger Brotliebhaber zu erobern und ein Stück kulinarisches Erbe lebendig zu halten. Der Name “Malfa” leitet sich von “Malzfabrik” ab, während “Kraftma” auf “Kraftmalz” verweist, was bereits auf die charakteristischen Zutaten und den Geschmack hindeutet. Dieses Brot ist mehr als nur eine Backware; es ist eine Erinnerung an vergangene Zeiten und ein Zeugnis deutscher Backkunst.
Die Besonderheit des Malfa Kraftma Brotes
Das Geheimnis seines einzigartigen Geschmacks und seiner tiefen, dunklen Farbe liegt in der Verwendung eines speziellen Malzmehls. Dieses Mehl wird aus sorgfältig ausgewähltem Gerstenmalz gewonnen, das zunächst gedarrt und anschließend geröstet wird. Dieses spezielle Malzmehl, das etwa 10% des gesamten Teigs ausmacht, verleiht dem Brot nicht nur seine charakteristische Farbe, sondern auch ein vollmundiges, malziges Aroma, das es von vielen anderen Brotsorten unterscheidet. Die Kombination aus Malzmehl und traditionellem Sauerteig sorgt für eine feinporige Krume und eine rustikale Kruste, die das Backerlebnis abrunden.
Von der DDR auf den modernen Frühstückstisch: Die Zubereitung
Die Wiederentdeckung des Malfa Kraftma Brotes verdanken wir leidenschaftlichen Hobbybäckern, die nach authentischen Rezepten suchen und traditionelle Backwaren neu interpretieren. Die Zubereitung erfordert zwar etwas Vorbereitung, belohnt aber mit einem Ergebnis, das die Mühe wert ist.
Der Teig: Eine Verbindung aus Tradition und Präzision
Die Herstellung des Teiges beginnt am besten am Vorabend mit dem Ansetzen des Roggensauerteigs, der dann für 12 bis 24 Stunden bei Raumtemperatur reifen darf. Am Backtag wird zunächst ein Quellstück aus dem Malfa-Mehl und Wasser vorbereitet, das für etwa 30 Minuten quellen muss. Anschließend werden das Quellstück, der gereifte Sauerteig und die weiteren Teigzutaten – Roggenmehl, Weizenmehl, Hefe, Salz und Wasser – in die Schüssel einer Küchenmaschine gegeben. Dort wird der Teig für 4-6 Minuten auf niedriger Stufe geknetet, bis er eine homogene Konsistenz erreicht hat. Nach einer Ruhezeit von 30 Minuten wird der Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche kurz von Hand durchgeknetet und dann zu einem länglichen oder runden Brotlaib geformt. Für das perfekte Backergebnis ist ein gut bemehltes Gärkörbchen unerlässlich, um dem Brot während der Gare seine Form zu geben. großhandel backzutaten können hierbei eine hilfreiche Ressource für die Beschaffung spezieller Mehle sein.
Das Backen: Geduld und Hitze für Perfektion
Nach der Gare von etwa 45 Minuten an einem warmen Ort wird der Backofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorgeheizt, idealerweise mit einem Backstein oder Backblech. Das Brot wird vorsichtig auf ein Stück Backpapier gestürzt und mit Wasserdampf beschwadet in den heißen Ofen gegeben. Die ersten 10 Minuten bei hoher Temperatur und Dampf sind entscheidend für die Krustenbildung. Anschließend wird die Temperatur auf 200°C reduziert, die Schwaden abgelassen, und das Brot für weitere 45-50 Minuten gebacken. Ein Klopftest am Ende der Backzeit verrät, ob das Brot durchgebacken ist – klingt es hohl, ist es fertig. Nach dem Backen sollte das Malfa Kraftma Brot auf einem Gitterrost vollständig auskühlen, um seine Kruste optimal entwickeln zu lassen.
Ein Geschmackserlebnis mit Geschichte
Das fertige Malfa Kraftma Brot besticht durch sein würziges Malzaroma und seine angenehme Textur. Es eignet sich hervorragend als Begleiter zu herzhaften Aufstrichen, Käse oder einfach pur genossen. Mit jedem Bissen taucht man ein Stück deutsche Brotgeschichte. Die Nachfrage nach solchen traditionellen Backwaren zeigt, dass die Wertschätzung für authentische Produkte und die Verbindung zur kulinarischen Vergangenheit ungebrochen ist.
Teilen Sie uns Ihre Gedanken zu diesem besonderen Brot mit! Kennen Sie es noch aus der DDR oder haben Sie es neu für sich entdeckt? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Erfahrungen!

