Brustschmerzen bei COVID-19: Ursachen, Dauer und was hilft

Brustschmerzen können ein beunruhigendes Symptom sein, insbesondere wenn sie im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion auftreten. Während COVID-19 hauptsächlich als Atemwegserkrankung bekannt ist, können die Auswirkungen auf den Körper vielfältig sein und auch den Brustbereich betreffen. Dieses Symptom kann von leichtem Unbehagen bis hin zu stechenden oder brennenden Schmerzen reichen und sich als Engegefühl im Brustkorb äußern. Es ist wichtig zu verstehen, warum diese Schmerzen auftreten, wie lange sie andauern können und welche Maßnahmen zur Linderung ergriffen werden können.

Mögliche Ursachen für Brustschmerzen bei COVID-19

Die Ursachen für Brustschmerzen im Rahmen einer COVID-19-Erkrankung sind vielfältig und können verschiedene Körperteile betreffen. Eine häufige Ursache sind Muskelschmerzen, die durch starken und anhaltenden Husten, ein typisches Symptom von COVID-19, ausgelöst werden können. Die Überlastung der Brustmuskulatur durch das Husten kann zu Schmerzen führen, die sich wie Muskelkater anfühlen.

Darüber hinaus kann das Coronavirus selbst Entzündungen in der Lunge verursachen, die zu Brustschmerzen führen. Eine Lungenentzündung (Pneumonie) ist eine ernsthafte Komplikation von COVID-19, die mit Schmerzen im Brustkorb einhergehen kann. Diese Schmerzen können sich scharf oder stechend anfühlen und sich bei tiefer Einatmung oder Husten verschlimmern.

In selteneren Fällen können Brustschmerzen auch auf Herz-Kreislauf-Probleme hinweisen, die durch eine COVID-19-Infektion ausgelöst oder verschlimmert werden können. Dazu gehören beispielsweise eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) oder eine Entzündung des Herzbeutels (Perikarditis). Diese Zustände erfordern dringend medizinische Aufmerksamkeit.

Es ist auch wichtig zu bedenken, dass Brustschmerzen nicht immer direkt mit der viralen Infektion zusammenhängen müssen. Manchmal können sie auch auf bestehende Grunderkrankungen wie Sodbrennen (gastroösophageale Refluxkrankheit) zurückzuführen sein, deren Symptome sich während einer Krankheit verschlimmern können. Panikattacken können ebenfalls Brustschmerzen und ein Engegefühl auslösen, was besonders in stressigen Zeiten wie einer Pandemie vorkommen kann.

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Dauer und Verlauf von COVID-19-bedingten Brustschmerzen

Die Dauer der Brustschmerzen, die durch eine Coronavirus-Infektion verursacht werden, kann stark variieren. In der Regel können diese Schmerzen während der akuten Phase der Infektion auftreten und etwa ein bis zwei Wochen anhalten, solange die Krankheit selbst aktiv ist.

Bei vielen Betroffenen klingen die Brustschmerzen jedoch nicht sofort nach Abklingen der akuten Symptome ab. Brustschmerzen sind ein bekanntes Symptom von Long COVID, einem Zustand, bei dem Symptome noch Wochen oder Monate nach der ursprünglichen Infektion bestehen bleiben. In einigen Studien wurde berichtet, dass Brustschmerzen über einen Zeitraum von drei Monaten oder sogar länger nach einer Coronavirus-Infektion anhalten können. In Einzelfällen sind die Beschwerden sogar über ein Jahr nach der Erkrankung geblieben.

Diese anhaltenden Schmerzen können für die Betroffenen sehr belastend sein und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.

Was tun bei Brustschmerzen im Zusammenhang mit COVID-19?

Wenn Sie Brustschmerzen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verspüren, ist es ratsam, zunächst ärztlichen Rat einzuholen. Ein Arzt kann die genaue Ursache der Schmerzen feststellen und eine geeignete Behandlung empfehlen.

  • Ruhe und Schonung: Vermeiden Sie körperliche Anstrengung, insbesondere wenn die Schmerzen durch Muskulatur oder Entzündungsprozesse verursacht werden. Ausreichend Ruhe kann dem Körper helfen, sich zu erholen und Entzündungen zu reduzieren.
  • Medikamentöse Behandlung: Nach ärztlicher Beratung können Schmerzmittel zur Linderung der Brustschmerzen eingesetzt werden. Die Wahl des Medikaments hängt von der Ursache und Schwere der Schmerzen ab.
  • Behandlung der Grunderkrankung: Da Brustschmerzen auch auf andere Ursachen zurückgeführt werden können, ist es wichtig, die zugrundeliegende Ursache zu behandeln. Bei Verdacht auf Herz- oder Lungenprobleme sind umgehende medizinische Maßnahmen erforderlich.
  • Atemübungen: Bei schmerzbedingter Schonatmung oder Husten können sanfte Atemübungen helfen, die Lungenkapazität zu erhalten und die Brustmuskulatur zu entspannen.
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Es ist entscheidend, Brustschmerzen nicht zu ignorieren, insbesondere wenn sie neu auftreten, sich verschlimmern oder von anderen beunruhigenden Symptomen wie Atemnot, Herzrasen oder Schwindel begleitet werden. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind der Schlüssel zur Bewältigung dieser Symptome und zur Vermeidung möglicher Komplikationen.