Cola Zero hat sich als beliebte Alternative zu zuckerhaltigen Getränken etabliert. Doch was steckt wirklich in der kalorienfreien Erfrischung, und welche Auswirkungen hat ein täglicher Konsum auf unsere Gesundheit? Dieser Artikel beleuchtet die Inhaltsstoffe, mögliche Risiken und stellt gesündere Alternativen vor.
Im Kühlschrank nach einem langen Tag greifen viele zu einer eiskalten Cola Zero, um sich zu entspannen. Obwohl sie keinen Zucker enthält, birgt die beliebte Limonade bei übermäßigem Konsum potenzielle Gesundheitsrisiken. Die Zutatenliste von Cola Zero liest sich wie folgt: eine Mischung aus Süßungsmitteln, Wasser, Kohlensäure, Farbstoffen, Säuerungsmitteln, Aromen, Koffein und Natriumcitrat. Die Mengenverhältnisse der einzelnen Bestandteile bleiben zwar konstant, doch die tatsächliche Aufnahmemenge hängt stark von der Trinkmenge ab.
Der Geschmacksunterschied: Cola Zero vs. Cola Light
Obwohl beide Getränke auf Süßungsmittel wie Aspartam und Acesulfam-K setzen, gibt es geschmackliche Unterschiede zwischen Cola Zero und Cola Light. Cola Zero enthält zusätzlich Natriumcyclamat, einen weiteren Zuckeraustauschstoff. Dies verleiht Cola Zero für viele einen Geschmack, der echtem Zucker näherkommt. In Deutschland ist Natriumcyclamat für Lebensmittel zugelassen, jedoch nur in begrenzten Mengen. Die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen eines übermäßig hohen und regelmäßigen Konsums sind wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt.
Tägliches Trinken von Cola Zero: Was sind die Folgen?
Eine britische Studie legt nahe, dass die in Cola Zero enthaltenen Süßungsmittel, wie Aspartam, die Darmbakterien und somit die Darmflora negativ beeinflussen können. Der tägliche Konsum kann zudem zu einer Gewöhnung führen, ähnlich einer Sucht. Der Körper gewöhnt sich an den süßen Geschmack und verlangt nach mehr. Dies ist problematisch, da das Getränk zwar nahezu kalorienfrei ist, aber dennoch unser Belohnungssystem stimuliert.
Die Gesundheitsrisiken von Cola Zero
Die potenziellen negativen gesundheitlichen Auswirkungen von Süßungsmitteln sind Gegenstand laufender Forschung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Aspartam von ihrer für die Krebsforschung zuständigen Einheit (IARC) als “möglicherweise krebserregend” eingestuft. Wie sich dies auf die empfohlenen Tageshöchstmengen und die Verwendung in Lebensmitteln auswirkt, bleibt abzuwarten. Aktuell liegt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (efsa) zufolge die maximal zulässige Tagesdosis bei 40 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Für eine 65 kg schwere Person bedeutet dies maximal 2,6 Gramm Aspartam pro Tag. Die genaue Aspartam-Konzentration in vielen Zero- und Light-Getränken wird von den Herstellern oft nicht angegeben. In der Schweiz liegt der Gehalt einer Cola Zero bei etwa 130 mg pro Liter. Um den EU-Grenzwert zu erreichen, müsste man dort rund 60 Flaschen à 0,33 Liter trinken.
Zudem ist zu bedenken, dass viele Menschen täglich weitere aspartamhaltige Produkte wie zuckerfreie Kaugummis, Marmeladen, Desserts oder Fertiggerichte konsumieren. Diese Mengen müssen zur Gesamtaufnahme hinzugerechnet werden. Ein übermäßiger Verzehr von Light-Produkten kann zudem Verdauungsprobleme wie Durchfall verursachen und dazu verleiten, größere Portionen anderer Lebensmittel zu essen.
Anzeichen für eine Cola-Zero-Abhängigkeit
Ein täglicher Konsum von Cola Zero, mehrmaliges tägliches Verlangen nach dem Getränk, die Nutzung als Mittel zur Entspannung oder Belohnung nach Stress, oder das Empfinden eines Zuckerwohlgefühls trotz des Fehlens von Zucker können Anzeichen für eine Abhängigkeit sein. Wenn Cola Zero sogar zum Hauptgetränk geworden ist, sollte man über eine Änderung des Konsumverhaltens nachdenken. Ein einfacher erster Schritt ist, den Kauf von Cola Zero einzustellen. Ohne das Getränk im Haus ist die Versuchung geringer. Ein angenehmer Nebeneffekt ist die Reduzierung der täglichen Koffeinaufnahme.
Gesunde Alternativen zu Cola Zero
Die gesündeste Wahl bleibt Wasser, sei es still oder mit Kohlensäure, sowie ungesüßte Saftschorlen. Bei Saftschorlen kann die Süße durch das Mischverhältnis von Saft zu Wasser selbst bestimmt werden – ideal ist ein Verhältnis von einem Viertel Saft zu drei Vierteln Wasser. Im Winter bieten sich geschmacksintensive Teesorten wie Schoko-Chai oder Weihnachtstee an, während im Sommer ungesüßter, selbstgemachter Eistee eine erfrischende Option darstellt. Eine weitere beliebte Alternative ist Infused Water, dem frische Zutaten wie Gurke, Minze, Beeren, Melone oder Ingwer einen dezenten Geschmack verleihen. Angeordnet in einer Karaffe oder einem Wasserspender, ist Infused Water zudem ein optischer Genuss.
Ein bewusster Umgang mit gesüßten Getränken, auch den Light-Varianten, ist entscheidend für eine nachhaltig gesunde Ernährung.

