Sandra Blumenstein hat im Haus Möwennest, der Kurklinik der Stiftung EWH, bereits ihre vierte Mutter-Kind-Kur erlebt. Doch diese Auszeiten sind weit mehr als nur ein Urlaub – sie sind ein wichtiger Baustein für ihre persönliche Entwicklung und das Wohlbefinden ihrer Familie. Seit über zehn Jahren ist sie Mitglied der Stiftungsfamilie und hat durch die Kurklinik auf der Sonneninsel Usedom wichtige Unterstützung in herausfordernden Lebensphasen gefunden.
Die erste Kur: Energie tanken in schweren Zeiten
Im Jahr 2011 trat Sandra Blumenstein mit ihren Kindern Oscar (5) und Martha (2) ihre erste Mutter-Kind-Kur im Haus Möwennest an. „Ich musste Energie tanken“, erinnert sie sich. Nur zwei Monate später verstarb ihre schwer kranke Mutter. Die Kur war für sie eine dringend benötigte Atempause, um Kraft für ihre Kinder zu schöpfen, die durch die Umstände zu kurz kamen. „Ich fühlte mich im Haus Möwennest total gut aufgehoben“, berichtet die heute 48-Jährige. „Nicht wie eine Patientin, sondern ich fühlte mich unterstützt.“ Diese Erfahrung half ihr auch, zu lernen, Hilfe anzunehmen.
Herausforderungen und die Kraft der Erholung
Die Zeit nach der ersten Kur war nicht einfach. 2012 kam ihre dritte Tochter Liese zur Welt, die aufgrund einer Frühgeburt in der 31. Schwangerschaftswoche intensivmedizinisch betreut werden musste. Die körperlichen und seelischen Belastungen waren immens. „Mein Körper konnte das alles nicht verkraften“, gesteht Sandra. Doch auch hier bot die Kur eine wichtige Ressource. Die dreiwöchigen Kuren, die in der Regel alle vier Jahre von der Krankenkasse gewährt werden, umfassen Präventivmaßnahmen, Entspannungstherapien sowie Gruppen- und Einzelgespräche.
Eine Kur für die ganze Familie
2015 entschied sich Sandra Blumenstein, mit ihrem damaligen Mann und allen drei Kindern eine Kur in Haus Möwennest zu machen. Ihre positiven Erfahrungen aus der ersten Kur bestärkten sie darin. Auch wenn Partner damals noch nicht alle Angebote gemeinsam nutzen konnten, war es eine wertvolle Zeit, um als Familie intensiv zusammen zu sein und die Umgebung auf Usedom mit dem Fahrrad zu erkunden. „Das hat den Kopf frei gemacht“, schwärmt sie.
Wendepunkt Corona: Neue Wege gehen
Vier Jahre später stand Sandra erneut vor großen Herausforderungen. Die Ehe kriselte, und sie spürte den tiefen Wunsch nach Veränderung. „Ich fühlte mich nicht mehr wohl in meiner Ehe, hatte mit mir in meinem Leben zu kämpfen und kam zu der Einsicht, etwas verändern zu müssen“, beschreibt sie ihre damalige Situation. Die Corona-Pandemie im Jahr 2020 machte eine erneute Kur möglich, diesmal mit ihren beiden Töchtern. Diese Auszeit wurde zu einem echten Wendepunkt. „Diese Zeit hat mein Leben umgewälzt“, sagt sie rückblickend. „Ich hatte dort einige therapeutische Gespräche, habe viel über mich erfahren.“ Die Erkenntnisse aus diesen Gesprächen setzte sie Schritt für Schritt um.
Aktuelle Kur: Zufriedenheit und Ausblick
Heute trifft man Sandra Blumenstein erneut im Haus Möwennest – in ihrer vierten Kur, diesmal mit ihrer zwölfjährigen Tochter Liese. Die junge Mutter lobt die herzliche und kompetente Betreuung durch das Team, die besondere Atmosphäre und die heilende Kraft des Meeres. „Man fühlt sich nicht bedrängt oder eingeengt“, beschreibt sie das Gefühl der Geborgenheit. Auch Liese genießt die Zeit, freundet sich mit anderen Kindern an und fühlt sich willkommen.
Sandra Blumenstein ist heute getrennt von ihrem Mann, doch die Beziehung ist harmonisch. Sie leben gemeinsam mit den Kindern und der Vater kümmert sich liebevoll, wann immer er möchte. Die Kuren im Haus Möwennest sind für Sandra Blumenstein mehr als nur eine Erholungsmaßnahme; sie sind ein Ort der Stärkung, der persönlichen Weiterentwicklung und ein wichtiger Rückzugsort für ihre Familie, um Kraft für die Herausforderungen des Lebens zu tanken.
Weitere Informationen und Termine für Mutter-/Vater-Kind-Kuren im Haus Möwennest finden Sie unter: www.stiftungsfamilie.de
Die Sozialberatung der Stiftungsfamilie hilft Vätern und Müttern kompetent und ganzheitlich unter: 0800 0600 0800.

