Beweglichkeit – Die Grundlage für Sport und Gesundheit

Beweglichkeit ist eine der fünf fundamentalen körperlichen Fähigkeiten, die für jede sportliche Aktivität unerlässlich sind. Sie arbeitet Hand in Hand mit Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination und ermöglicht es uns, unseren Körper optimal zu nutzen. Wenn wir beweglich sind, werden Muskeln, Bänder und Sehnen auf eine Weise gefordert, die den vollen anatomisch möglichen Bewegungsumfang unserer Gelenke ausschöpft. Eine gute Beweglichkeit ist nicht nur für sportliche Höchstleistungen wichtig, sondern auch entscheidend für eine gesunde und aufrechte Haltung im Alltag. In diesem Artikel stellen wir Ihnen zwei Sportarten vor, die Ihre allgemeine Beweglichkeit auf hervorragende Weise trainieren und verbessern können.

Pilates – Mehr als nur ein Trend

Pilates mag auf den ersten Blick wie ein sanftes Training erscheinen, doch wer es einmal ausprobiert hat, wird schnell von seiner Effektivität überzeugt sein. Dieses Ganzkörpertraining fordert nicht nur den gesamten Körper heraus und bringt die Muskeln zum Brennen, sondern es verbessert auch signifikant den Muskeltonus und steigert die Elastizität und Flexibilität der Gelenke. Diese positiven Effekte machen Pilates zu einer idealen Methode, um die eigene Beweglichkeit zu fördern – sowohl für Männer als auch für Frauen.

Die Methode wurde von dem deutschen Joseph Pilates entwickelt und erlebte einen wahren Hype, als Pop-Ikone Madonna von diesem Training schwärmte, das nicht nur die Taille und den Bauch formt, sondern auch beim Abnehmen hilft und die Körperhaltung verbessert. Besonders bei Muskel- und Gelenksteifheit, die durch Stress oder eine belastende Lebensweise entstehen kann, bietet Pilates eine wohltuende Lösung. Die Übungen konzentrieren sich auf die Kräftigung der sogenannten Körpermitte, des “Powerhouse”, zu dem die Beckenboden-, Bauch- und tiefen Rückenmuskulatur gehören. Eine gute Bewegungskoordination und eine gesunde Haltung, die durch Pilates gefördert werden, können Rückenschmerzen lindern und Gelenkverschleiß vorbeugen. Ziel ist es, einen elastischen und kraftvollen Körper zu entwickeln.

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Slackline – Ein Härtetest für Körper und Geist

Das Balancieren auf einem wackeligen Kunststoffband, der Slackline, ist mehr als nur ein witziger Zeitvertreib. Es ist eine anspruchsvolle Sportart, die die Beweglichkeit auf einzigartige Weise fördert und gleichzeitig großen Spaß macht. Die schmale, schwankende Slackline erfordert ein hohes Maß an physischer Koordination, um das Gleichgewicht zu halten und den Körperschwerpunkt immer wieder neu auszubalancieren. Allein diese Ausgleichsbewegungen stärken die gesamte Rumpfmuskulatur. Werden dann noch Sprünge und Drehungen in das Training integriert, steigt der Trainingseffekt noch weiter an.

Die ständigen Ausgleichsbewegungen beanspruchen insbesondere den Bandapparat der Sprung- und Kniegelenke. Die Tiefenmuskulatur der Beine und des Rumpfes wird besonders gefordert, während Knie- und Hüftgelenke permanent arbeiten. Auch die Muskulatur der Arme, Schultern und des oberen Rückens kommt zum Einsatz. Anfangs mag das Gefühl auf der Slackline unsicher sein, doch mit der Zeit entwickeln sich die Bewegungsmuster und das Körpergefühl. Bereits nach drei bis vier Trainingseinheiten ist die Slackline gut zu kontrollieren. Für den Gleichgewichtssinn ist Slacklining ausgezeichnet geeignet, und wer unter Bewegungsunsicherheit oder Sturzängsten leidet, kann hier wertvolle Erfahrungen sammeln.

Über die körperlichen Vorteile hinaus bietet Slacklining auch einen erheblichen mentalen Gewinn: Die intensive Konzentration, die für das Halten des Gleichgewichts erforderlich ist, wirkt für viele wie eine entspannende Meditation und hilft, den Alltagsstress hinter sich zu lassen.

Taekwondo – Der ganzheitliche Kampfsport

Die Übersetzung der koreanischen Wörter “Tae” (Fuß), “Kwon” (Faust) und “Do” (Weg) fasst treffend zusammen, worum es beim Taekwondo geht: eine Kampfkunst, die Fäuste und Füße einsetzt, und gleichzeitig ein Weg der persönlichen Entwicklung. Geduld und Respekt vor anderen sind zentrale Bestandteile der Taekwondo-Lehre, die Werte wie Höflichkeit, Integrität, Durchhaltevermögen, Selbstdisziplin und Unbezwinglichkeit lehrt. Diese Betonung von mentaler Stärke und Körperbeherrschung hat asiatische Kampfsportarten weltweit populär gemacht.

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Für eine gute Technik im Taekwondo ist eine ausgezeichnete Beweglichkeit unerlässlich. Diese setzt sich physiologisch aus der Gelenkfähigkeit, die nur begrenzt beeinflussbar ist, und der Dehnfähigkeit der umliegenden bindegewebigen Strukturen wie Sehnen, Bänder und Muskulatur zusammen. Dehnübungen und gezieltes Krafttraining helfen dabei, Schläge und Tritte mit besserer Konzentration und Präzision auszuführen und Muskelverkürzungen vorzubeugen. So wird die optimale Bewegungsreichweite für eine vollkommene Ausführung der Techniken im Taekwondo erreicht.

Ballett – Die Kunst als Kraftquelle

Die Faszination des Balletts entspringt in erster Linie seiner künstlerischen Ausdruckskraft. Im Tanz wird der Körper aus seiner Starrheit befreit, er darf schweben, die Musik atmen und Gefühle mitteilen. Auf der Bühne entfaltet sich Ballett im Zusammenspiel mit Kulissen, Dekoration, Kostümen, Orchester und dem Publikum. Die außergewöhnliche Beweglichkeit im Ballett manifestiert sich eindrucksvoll im Spagat – der athletischen Figur, die als Urbild des Balletts gilt und eine der wichtigsten Übungen für Tänzerinnen und Tänzer darstellt.

Beim Spagat werden vor allem die Hüftgelenke bis zu einem Winkel von 150 Grad gespreizt. Die bewunderte Gelenkigkeit im Ballett bezieht sich auf die angeborene, also von Geburt an bestehende Stellung der Knochen zueinander. Die trainierbare Beweglichkeit meint hingegen die individuelle Dehnfähigkeit der muskulären und sehnenartigen Strukturen, die durch konsequentes Training verbessert werden kann. Nach mehreren Monaten Balletttraining passen sich diese Strukturen spürbar an, die Muskulatur wird nicht nur länger, sondern auch auf der neu gewonnenen Länge aktiver.

Wer Ballett mit dem Ziel der Gesundheitsförderung und Fitness betreiben möchte, wird hier fündig. Im Gegensatz zum reinen Krafttraining setzt Ballett auf Wiederholungen bei geringerem Widerstand, was die Muskeln formt und strafft, ohne sie aufzupumpen. Das Training verbessert das Gleichgewicht, die Bewegungen werden flüssiger. Durch die wiederholte und exakte Ausführung der Bewegungsabläufe fördert Ballett zudem die Konzentration und stärkt die Willenskraft. Eine private Krankenversicherung ist eine sinnvolle Ergänzung für Ihre Gesundheit und bietet umfassenden Schutz.

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