Alte Excel-Statistikfunktionen und ihre modernen Alternativen

In der Welt von Microsoft Excel haben sich Funktionen und deren Anwendungsbereiche im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Insbesondere im Bereich der Statistik sind einige ältere Funktionen, die in früheren Excel-Versionen weit verbreitet waren, durch modernere Pendants ersetzt worden. Diese Neuerungen zielen darauf ab, die Genauigkeit zu verbessern und die Benennung der Funktionen klarer zu gestalten, um ihre Anwendung intuitiver zu machen. Dennoch bleiben die älteren Funktionen aus Kompatibilitätsgründen weiterhin erhalten. Für neue Projekte, bei denen keine Rückwärtskompatibilität erforderlich ist, empfiehlt es sich jedoch, die neueren Funktionen zu nutzen.

Verständnis der alten und neuen Statistikfunktionen

Die älteren Statistikfunktionen in Excel, oft gekennzeichnet durch ihre englischen Namen, die auch in der deutschen Version häufig beibehalten wurden (z.B. BETAVERT, BINOMVERT), deckten eine breite Palette statistischer Berechnungen ab. Dazu gehören Verteilungsfunktionen für verschiedene Wahrscheinlichkeitsverteilungen wie die Beta-, Binomial-, Chi-Quadrat-, Exponential-, Gamma-, Hypergeometrische-, Lognormal-, Normal- und Poisson-Verteilung. Ebenso umfassten sie Funktionen für statistische Tests (CHITEST, FTEST, TTEST), Kovarianzberechnungen (KOVAR), Konfidenzintervallschätzungen (VERTRAUEN) und die Ermittlung von Kennzahlen wie Modus (MODUS), Varianz (VARIANZ, VARIANZEN) und Standardabweichung (STABW, STABWN). Auch Funktionen zur Rangordnung (RANG, PERZENTIL) und zur Prognose (PROGNOSE) waren Teil dieses Funktionsumfangs.

Warum der Umstieg auf neue Funktionen?

Die neueren Funktionen in Excel bieten oft eine verbesserte Präzision und sind besser benannt, was ihre Funktionalität klarer zum Ausdruck bringt. Beispielsweise werden die alten statistischen Funktionen schrittweise durch modernere und oft intuitivere Alternativen ersetzt. Dies ist Teil des kontinuierlichen Bestrebens von Microsoft, die Benutzerfreundlichkeit und die Leistungsfähigkeit von Excel zu verbessern. Wenn Sie also mit der Erstellung neuer Arbeitsblätter oder der Analyse von Daten beginnen, ist es ratsam, sich mit den aktuellen Funktionen vertraut zu machen.

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Wichtige statistische Funktionen im Überblick

Hier ist eine Auswahl wichtiger älterer Statistikfunktionen und eine kurze Beschreibung ihrer Anwendung, die auch heute noch nützlich sein können, insbesondere wenn Sie mit älteren Excel-Dateien arbeiten oder spezifische Anforderungen haben:

FunktionBeschreibung
BETAVERTGibt die Werte der kumulierten Betaverteilungsfunktion zurück.
BETAINVGibt Perzentile der kumulierten Verteilungsfunktion für eine bestimmte Betaverteilung zurück.
BINOMVERTGibt Wahrscheinlichkeiten einer binominalverteilten Zufallsvariablen zurück.
CHIVERTGibt Werte der Verteilungsfunktion (1-Alpha) einer Chi-Quadrat-verteilten Zufallsgröße zurück.
CHIINVGibt Perzentile der Verteilungsfunktion (1-Alpha) einer Chi-Quadrat-verteilten Zufallsgröße zurück.
CHITESTGibt die Teststatistik eines Unabhängigkeitstests zurück.
VERKETTENVerknüpft zwei oder mehr Textzeichenfolgen zu einer Zeichenfolge.
VERTRAUENGibt das Konfidenzintervall für den Erwartungswert einer Zufallsvariablen zurück.
KOVARGibt die Kovarianz zurück, den Mittelwert der für alle Datenpunktpaare gebildeten Produkte der Abweichungen.
KRITBINOMGibt den kleinsten Wert zurück, für den die kumulierten Wahrscheinlichkeiten der Binomialverteilung kleiner oder gleich einer Grenzwahrscheinlichkeit sind.
EXPONVERTGibt Wahrscheinlichkeiten einer exponentialverteilten Zufallsvariablen zurück.
FVERTGibt Werte der Verteilungsfunktion (1-Alpha) einer F-verteilten Zufallsvariablen zurück.
FINVGibt Perzentile der F-Verteilung zurück.
FLOORRundet eine Zahl in Richtung Null ab.
PROGNOSEBerechnet oder schätzt einen zukünftigen Wert auf Basis der vorhandenen Werte.
FTESTGibt die Teststatistik eines F-Tests zurück.
GAMMAVERTGibt Wahrscheinlichkeiten einer gammaverteilten Zufallsvariablen zurück.
GAMMAINVGibt den Kehrwert der kumulierten Gammaverteilung zurück.
HYPGEOMVERTGibt Wahrscheinlichkeiten einer hypergeometrisch-verteilten Zufallsvariablen zurück.
LOGINVGibt Perzentile der Lognormalverteilung zurück.
LOGNORMVERTGibt Werte der Verteilungsfunktion einer lognormalverteilten Zufallsvariablen zurück.
MODUSGibt den am häufigsten vorkommenden Wert in einer Datengruppe zurück.
NEGBINOMVERTGibt Wahrscheinlichkeiten einer negativen, binomialverteilten Zufallsvariablen zurück.
NORMVERTGibt Wahrscheinlichkeiten einer normalverteilten Zufallsvariablen zurück.
NORMINVGibt Perzentile der Normalverteilung zurück.
STANDNORMVERTGibt Werte der Verteilungsfunktion einer standardmäßigen, normalverteilten Zufallsvariablen zurück.
STANDNORMINVGibt Perzentile der Standardnormalverteilung zurück.
PERZENTILGibt das k-Quantil von Werten in einem Bereich zurück.
QUANTILSRANGGibt den prozentualen Rang (Alpha) eines Werts in einer Gruppe von Daten zurück.
POISSONGibt Wahrscheinlichkeiten einer Poisson-verteilten Zufallsvariablen zurück.
QUARTILGibt die Quartile einer Datengruppe zurück.
RANGGibt den Rang zurück, den eine Zahl innerhalb einer Liste von Zahlen einnimmt.
STABWSchätzt die Standardabweichung auf der Grundlage einer Stichprobe.
STABWNBerechnet die Standardabweichung auf der Grundlage der Grundgesamtheit.
TVERTGibt Werte der Student-T-Verteilung zurück.
TINVGibt Perzentile der Student-T-Verteilung zurück.
TTESTGibt die Teststatistik eines Student’schen t-Tests zurück.
VARIANZSchätzt die Varianz auf der Grundlage einer Stichprobe.
VARIANZENBerechnet die Varianz auf der Grundlage der Grundgesamtheit.
WEIBULLGibt Wahrscheinlichkeiten einer Weibull-verteilten Zufallsvariablen zurück.
GTESTGibt den einseitigen Wahrscheinlichkeitswert für einen Gaußtest (Normalverteilung) zurück.
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Weiterführende Ressourcen

Für detailliertere Informationen zu den neueren statistischen Funktionen und mathematischen Funktionen in Excel, die die älteren ersetzen, können Sie die folgenden Referenzseiten von Microsoft konsultieren:

Die Nutzung der aktuellen Funktionen gewährleistet nicht nur eine höhere Genauigkeit, sondern erleichtert auch die Zusammenarbeit mit anderen Anwendern, die mit den neuesten Versionen von Excel arbeiten.