Basische Ernährung: Ihr Weg zu mehr Wohlbefinden und Vitalität

Die moderne Ernährung ist oft reich an säurebildenden Lebensmitteln, was zu einer Übersäuerung des Körpers führen kann. Eine basenreiche Ernährung, die den Fokus auf basenbildende Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Kräuter legt, verspricht Abhilfe. Sie kann nicht nur Müdigkeit und Verdauungsprobleme lindern, sondern auch die allgemeine Vitalität und das Immunsystem stärken. Besonders beliebt ist sie im Rahmen von Detox- und Basenfasten-Kuren, um den Körper auf natürliche Weise zu entlasten und zu regenerieren.

Was versteht man unter basischer Ernährung?

Das Konzept der basischen Ernährung zielt darauf ab, den Säure-Basen-Haushalt des Körpers ins Gleichgewicht zu bringen. Im Zentrum steht der Verzehr von überwiegend basenbildenden Lebensmitteln. Dazu zählen frisches Obst, Gemüse, Kräuter, Keimlinge und bestimmte Nüsse. Gleichzeitig wird der Konsum von säurebildenden Produkten wie Fleisch, Milchprodukten, Weißmehl, Zucker und stark verarbeiteten Lebensmitteln reduziert. Die Befürworter einer basischen Ernährung berichten von positiven Effekten auf das allgemeine Wohlbefinden, die Vitalität, ein starkes Immunsystem und eine verbesserte Regeneration. Zahlreiche Studien deuten darauf hin, dass eine Ernährung mit geringer Säurelast positive Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel, die Nieren, den Blutdruck und das Herz-Kreislauf-System haben kann.

Es ist wichtig zu unterscheiden: Eine Ernährung, die zu 100 % aus Basenbildnern besteht, ist in der Regel als Kur konzipiert, wie etwa eine basenfasten Kur, die auf eine bestimmte Dauer, meist ein bis drei Wochen, beschränkt ist. Eine dauerhaft basenreiche Ernährung orientiert sich eher an der von Ragnar Berg entwickelten “80/20-Regel”, bei der etwa 80 Prozent der Nahrung basenbildend und nur 20 Prozent säurebildend sein sollten. Streng genommen spricht man daher treffender von einer “basenreichen” statt einer rein “basischen” Ernährung.

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Bei einer basenreichen Ernährung können auch 20 bis 30 Prozent säurebildende Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Käse, Brot oder Alkohol enthalten sein. Sie kann somit sowohl vegan als auch vegetarisch, mit Fisch oder mit Fleisch praktiziert werden. Der entscheidende Faktor ist die überwiegende Wahl basenbildender Lebensmittel, deren Umwandlung im Körper zu Basen führt.

Basische Lebensmittel – Eine Übersicht

Eine umfassende Liste basischer Lebensmittel hilft dabei, die Umstellung zu erleichtern. Sie umfasst eine breite Palette von Obst, Gemüse, Kräutern und Nüssen, die den Körper mit wichtigen Nährstoffen versorgen und gleichzeitig basisch wirken.

Name
Äpfel
Agavendicksaft
Ahornsirup
Algen
Amaranth-Keimlinge
Ananas
Apfelbananen
Aprikosen
Aprikosenkerne
Aprikosenkernöl
Arganöl
Auberginen
Austernpilze
Avocados
Avocadoöl
Bananen
Basilikum
Batavia
Baumerdbeeren/Tamarillos
Beinwell
Berberitze
Betakarotten/Urkarotten
Bibernelle
Birnen
Blüten, essbare
Blütenpollen
Blumenkohl
Bockshornklee
Bohnenkraut
Borretsch
Bovist
Braunhirse-Keimlinge
Brennnessel
Brokkoli
Brombeeren
Brunnenkresse
Buchweizen-Keimlinge
Buschbohnen
Butterrübchen
Carli Paprika
Champignons
Cherrymoya (Rahmäpfel)
Chiasamen
Chicorée
Chilischoten
Chinakohl
Clementinen
Cranberries
Datteln
Dattelzucker
Dill
Dinkel-Keimlinge
Distelöl
Dolma Paprika
Egerlinge
Eichblatt
Eisbergsalat
Eistropfensalat
Eiszapfen (weißer Rettich)
Endivien
Erbsen, frisch
Erbsen-Keimlinge
Erdbeeren
Erdmandelflocken
Erdmandelflocken, geröstet
Esskastanien (Maronen)
Feigen
Feldsalat
Fenchel/Knollenfenchel
Fenchelsamen
Friseesalat
Frühlingszwiebeln
Gersten-Keimlinge
Giersch
Glattpetersilie
Granatäpfel
Grapefruits
Grünkohl
Guaven
Gurken
Hafer-Keimlinge
Hanf-Keimlinge
Hanföl
Hanfsamen
Haselnussöl, auch geröstet
Hefeflocken
Heidelbeeren
Herbsttrompeten
Himbeeren
Hirse-Keimlinge
Holunderbeeren
Igel-Stachelbart
Ingwer
Johannisbeeren, rot/schwarz/weiß
Jostabeeren
Kakis
Kamille
Kapern
Kapuzinerkresse
Kardamon
Karotten
Kartoffeln
Kastanienmehl
Kerbel
Kichererbsen-Keimlinge
Kirschen
Kiwis
Knollensellerie
Kohlrabi
Kohlröschen (Flower Sprouts)
Kokosblütenzucker
Kokosnüsse
Kokosmilch, frisch
Kopfsalat
Koriander
Kräutersalz
Kräuterseitlinge
Krause Glucke
Kresse
Kreuzkümmel
Kümmel
Kürbis, alle Arten
Kürbiskerne
Lattich
Lauch
Lavendelblüten
Leinöl
Leindotteröl
Leinsamen
Leinsamen-Keimlinge
Lemongras
Liebstöckel
Limetten
Limonenseitlinge
Linsenkeimlinge
Litschi
Lollo Bianco/Rosso
Löwenzahn
Makadamianüsse
Majoran
Makadamiaöl
Mandarinen
Mandelmus
Mandeln
Mandelöl, auch geröstet
Mangold
Mangos
Maracujas
Maulbeeren
Meerrettich
Navets Rübchen
Nektarinen
Nelken
Okraschoten
Oliven
Olivenöl
Orangen
Orchideensalat
Oregano
Pak Choi
Pampelmusen
Papayas
Paprika
Paranüsse
Pastinaken
Petersilie
Petersilienwurzel
Pfeffer, alle Sorten
Pfefferminze
Pfifferlinge
Pfirsiche
Pflaumen
Quinoa-Keimlinge
Quitten
Radicchio
Radieschen
Rapsöl
Reineclauden
Rettich
Rhabarber
Roggen-Keimlinge
Romanasalat
Romanesco
Rosenseitlinge
Rosinen
Rosmarin
Rote Bete
Rotkohl
Rübstiel
Rucola
Safran
Salbei
Samtfußrübli
Sanddornbeeren
Satsumas
Sauerampfer
Sauerkirschen
Schabzigerklee
Schachtelhalm
Schalotten
Schnittlauch
schwarzer Rettich
Schwarzkümmel
Schwarzwurzeln
Sellerie/Sellerieblätter
Semmelstoppler
Sesam, auch schwarzer
Sesam-Keimlinge
Sesamöl, auch geröstet
Sesamsalz (Gomasio)
Shiitake
Sojabohnen-Keimlinge
Sommerportulak
Sonnenblumenkerne
Sonnenblumen-Keimlinge
Sonnenblumenkernmus
Sonnenblumenöl
Spinat
Spitzkohl
Sprossen
Stachelbeeren
Stängelkohl
Staudensellerie (Bleichsellerie)
Steckrüben
Steinpilze
Sternfrüchte
Stielmus
Süßkartoffeln
Topinambur
Tomaten
Tahin/Sesammus
Tamarindenmus
Thymian
Trauben, rot & weiß
Traubenkernöl
Treviso
Trockenfrüchte, ungeschwefelt
Trüffel
Trüffelkartoffeln
Umeboschi Aprikosen
Vanille
Walnüsse, frische
Walnussöl, auch geröstet
Wasserkastanien
Weißer Winterrettich
Weißkohl
Weizen-Keimlinge
Weizenkeimöl
Wilder Brokkoli
Wilder Fenchel
Wildkräuter
Wirsing
Ysop
Zedernüsse
Zimt
Zitronen
Zitronenmelisse
Zitronenthymian
Zucchini
Zuckerhut
Zuckerschoten
Zwetschgen
Zwiebeln
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Flüssigkeitszufuhr beim Basenfasten

Während einer Basenfasten-Kur ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr entscheidend. Es wird empfohlen, täglich etwa 2,5 bis 3 Liter zu trinken. Dabei ist nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität der Getränke wichtig. Erlaubt sind in erster Linie Wasser und basische Kräutertees, die den Körper zusätzlich unterstützen.

Tipps für den Einstieg in die basenreiche Ernährung

Der Übergang zu einer basenreichen Ernährung muss nicht kompliziert sein. Mit einigen einfachen Grundregeln und praktischen Tipps gelingt der Einstieg mühelos:

  1. Bestandsaufnahme: Überprüfen Sie Ihre aktuellen Essgewohnheiten. Notieren Sie Ihre Mahlzeiten über zwei bis drei Tage, um ein Bewusstsein für den Konsum säurebildender Lebensmittel zu entwickeln.
  2. 80/20-Regel: Streben Sie eine Ernährung an, bei der 80 % basenbildende und 20 % säurebildende Lebensmittel enthalten sind. Dies ermöglicht eine ausgewogene und praktikable Umsetzung.
  3. Basische Lebensmittel vorrätig halten: Füllen Sie Ihre Küche mit frischem Gemüse, reifem Obst, Kräutertees und hochwertigen Pflanzenölen. Vorgekochte basische Gerichte können im Alltag helfen, die Ernährung beizubehalten.
  4. Langsame Umstellung: Tauschen Sie schrittweise einzelne Zutaten aus. Ersetzen Sie beispielsweise Weißbrot durch Vollkorn- oder Gemüsebrot, Kuhmilch durch pflanzliche Alternativen und herkömmliche Pasta durch Zucchini-Nudeln oder Hirse.
  5. Ausreichend Trinken: Achten Sie auf eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von 1,5 bis 2 Litern stillem Wasser oder basischen Kräutertees wie Brennnessel, Schachtelhalm oder Melisse.
  6. Bewegung und Entspannung: Integrieren Sie regelmäßige Bewegung und Entspannungstechniken in Ihren Alltag. Spaziergänge an der frischen Luft oder einfache Atemübungen unterstützen den Entsäuerungsprozess auf natürliche Weise und fördern das allgemeine Wohlbefinden.