AutoCAD 2017 bringt eine Reihe von Verbesserungen und neuen Funktionen mit sich, die darauf abzielen, den Arbeitsablauf für Ingenieure, Architekten und Designer zu optimieren. Von vereinfachter Einstellungsübertragung bis hin zu erweiterten PDF-Unterstützung und verbesserten Kollaborationswerkzeugen bietet diese Version signifikante Vorteile für die tägliche Arbeit.
Vereinfachter Transfer von Einstellungen
Eine der herausragendsten Neuerungen ist die verbesserte Verwaltung des Transfers von AutoCAD-Einstellungen. Die neue Benutzeroberfläche organisiert Anpassungseinstellungen in logischen Gruppen und Kategorien. Dies ermöglicht die Erstellung eines detaillierten Übertragungsberichts, der sicherstellt, dass alle relevanten Konfigurationen problemlos auf neue Installationen oder Systeme übertragen werden können.
Erweiterte PDF-Unterstützung
AutoCAD 2017 bietet verbesserte Möglichkeiten zur Integration von PDF-Dateien. Geometrie, Füllungen, Rasterbilder und TrueType-Texte können nun direkt aus PDF-Dateien in die aktuelle Zeichnung importiert werden. Diese Daten können aus angehängten oder separat angegebenen PDF-Dateien stammen. Die Genauigkeit der importierten Daten hängt von der ursprünglichen PDF-Datei und den unterstützten Objekttypen ab. Wichtige Eigenschaften wie der Maßstab, Ebenen, Linienstärken und Farben bleiben dabei erhalten, was die nahtlose Weiterverarbeitung erleichtert.
Gemeinsame Nutzung benannter Ansichten
Die Kollaboration wird durch die Möglichkeit, benannte Ansichten sicher und anonym in Autodesk A360 zu veröffentlichen, erheblich verbessert. Projektbeteiligte können Ansichten einfach über einen generierten Link teilen, ohne die DWG-Datei selbst weitergeben zu müssen. Der Zugriff auf diese Ansichten ist über jeden gängigen Webbrowser möglich und erfordert weder ein Autodesk A360-Konto noch die Installation zusätzlicher Software.
Assoziative Mittelpunktmarkierungen und Achslinien
Neue Werkzeuge zur Erstellung von assoziativen Mittelpunktmarkierungen für Bögen und Kreise sowie von Achs- (Mittelpunkt-) Linien, die mit Linien- und Polyliniensegmenten verknüpft sind, erleichtern die präzise Bemaßung und Konstruktion. Diese neuen Funktionen ergänzen bestehende Methoden und bieten eine flexible Alternative für detaillierte Konstruktionszeichnungen.
Die Bearbeitung dieser assoziativen Elemente ist nun auch direkt über Griffe (Grips) möglich, was den Workflow weiter beschleunigt.
Koordinationsmodelle: Objektfang-Unterstützung
In der 64-Bit-Version von AutoCAD 2017 ist es nun möglich, Standard-Objektfange wie Endpunkt oder Mittelpunkt auf angehängte Koordinationsmodelle anzuwenden. Dies ermöglicht ein präzises Platzieren von Objekten basierend auf externen Referenzmodellen.
Verbesserungen der Benutzeroberfläche und Leistung
AutoCAD 2017 wurde mit zahlreichen Benutzeroberflächen- und Leistungsverbesserungen aktualisiert. Dazu gehören größenveränderbare Dialogfelder für wichtige Befehle, erweiterte Vorschau-Bereiche und die neue Systemvariable LTGAPSELECTION, die die Auswahl von Objekten in gestrichelten Linien vereinfacht. Die Systemvariable CURSORTYPE erlaubt die Wahl zwischen einem Fadenkreuz- oder Pfeil-Cursor.
Darüber hinaus wurden die Leistung und Zuverlässigkeit von 3D-Orbit-Operationen, 2D-Schwenk- und Zoomvorgängen sowie die Darstellung von Linientypen verbessert. Speziell bei der Bearbeitung von Polylinien mit vielen Segmenten wurde die Leistung des Objektfangs durch das Umgehen der Berechnung des geometrischen Zentrums optimiert.
Sicherheit und zusätzliche Änderungen
Die Sicherheit von AutoCAD wurde durch die Einstufung von Dateien in geschützten Ordnern als vertrauenswürdig weiter erhöht. Zudem wird die Software kontinuierlich gegen fortschrittlichere Angriffe geschützt.
Weitere kleinere, aber nützliche Änderungen umfassen die Systemvariable HPLAYER für die automatische Erstellung von Layern bei neuen Schraffuren und Füllungen, die Systemvariable DIMLAYER für Bemaßungsbefehle, die automatische Wiederholung des Befehls TEXTEDIT, die Entfernung unnötiger Tooltips und die Hinzufügung von US-Fuß als Einheit im Dialogfeld UNITS.
Der DWG-Dateiformatstandard bleibt unverändert (AutoCAD 2013 – AutoCAD 2017), was die Kompatibilität mit älteren Versionen sicherstellt.
Systemanforderungen für AutoCAD 2017
Die Systemanforderungen variieren je nach Designtechnologie (2D/3D) und Betriebssystemarchitektur (32/64-Bit). Generell wird für die meisten Anwender ein Intel Core i5 Dual-Core-Prozessor mit 3 GHz und 8 GB RAM für eine komfortable Nutzung empfohlen. Die minimalen Systemanforderungen für eine reibungslose Installation und Nutzung sind im Detail tabellarisch aufgeführt.
Bevor Sie AutoCAD 2017 erwerben, empfiehlt sich eine kostenlose technische Beratung bezüglich der Kompatibilität mit Ihrer bestehenden Hard- und Software.

