AMD-Aktie: Lohnt sich der Kauf im Jahr 2026?

Die AMD-Aktie hat in letzter Zeit von starken Impulsen durch den KI-Boom und neue Großaufträge profitiert. Insbesondere die Ankündigung, dass Oracle ab dem dritten Quartal 2026 zehntausende AMD-Chips einsetzen wird, verlieh dem Kurs zusätzlichen Auftrieb. Die Prognosen für 2026 sind optimistisch, nicht zuletzt aufgrund neuer KI-Produkte, die auf der CES vorgestellt werden könnten. Auch Analysten zeigen sich zuversichtlich. Dieser Artikel beleuchtet, ob ein Kauf der AMD-Aktie jetzt sinnvoll ist.

Um diese Frage zu beantworten, werden verschiedene Kriterien untersucht. Neben Analystenschätzungen und der Aktionärsstruktur rücken auch die fundamentale und charttechnische Situation in den Fokus. Diese Analyse soll helfen, die aktuelle Marktlage von Advanced Micro Devices einzuschätzen.

AMD – Ein global agierendes Halbleiterunternehmen

Advanced Micro Devices, Inc. (AMD) ist ein weltweit tätiges Halbleiterunternehmen mit drei Kernsegmenten: Rechenzentrum, Client und Gaming sowie Embedded. Das Produktportfolio umfasst künstliche Intelligenz (KI)-Beschleuniger, x86-Mikroprozessoren und Grafikprozessoren (GPUs). Diese werden sowohl als eigenständige Geräte als auch integriert in beschleunigte Verarbeitungseinheiten, Chipsätze und professionelle Rechenzentrums-GPUs angeboten. Darüber hinaus entwickelt AMD eingebettete Prozessoren, semi-custom System-on-Chip (SoC)-Produkte sowie Dienstleistungen für Mikroprozessor- und SoC-Entwicklung. Das Angebot beinhaltet auch Datenverarbeitungseinheiten, Field Programmable Gate Arrays (FPGAs), System-on-Modules, Smart Network Interface Cards und adaptive SoC-Produkte.

Unter den Markennamen AMD Ryzen, AMD Ryzen PRO, AMD Ryzen Threadripper, AMD Athlon und AMD PRO A-Series vertreibt das Unternehmen Prozessoren, während AMD Radeon Graphics und AMD Embedded Radeon Graphics für Grafikprozessoren stehen. Für professionelle Anwendungen gibt es die AMD Radeon Pro Graphics und für Rechenzentren die AMD Instinct Accelerators und Radeon PRO V-Series. Server-Mikroprozessoren werden unter der Marke AMD EPYC angeboten. Das Unternehmen bedient Erstausrüster, Cloud-Anbieter, Systemintegratoren, Distributoren und Add-in-Board-Hersteller.

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Gegründet im Jahr 1969, hat AMD seinen Hauptsitz in Santa Clara, Kalifornien.

Aktuelle Entwicklungen und Neuigkeiten

Die jüngsten Nachrichten deuten auf eine positive Entwicklung für AMD hin:

  • Dezember 2025: Ein Treffen zwischen AMD-Chefin Lisa Su und Chinas Handelsminister Wang Wentao in Peking sorgte für Gesprächsstoff. Der Austausch über Geschäftsentwicklung und Kooperationen könnte weitreichende Bedeutung für die Zukunft des Chipkonzerns haben. [Quelle: Finanztrends]
  • Dezember 2025: Nach einem zwischenzeitlichen Abverkauf bis auf 194,28 Euro hat sich der Kurs der AMD-Aktie stabilisiert. Die Erholung über die 50-Tage-Linie (SMA50) steht jedoch noch aus, belastet auch durch enttäuschende Zahlen des Cloud-Anbieters Oracle. [Quelle: Finanztrends]
  • Dezember 2025: AMD plant für das kommende Jahr die Einführung des MI450 und will mit kompletten Racks neue Maßstäbe bei KI-Beschleunigern setzen, um Nvidia Marktanteile abzunehmen. Analysten von TD Cowen zeigen sich zuversichtlich für diese Wachstumsstrategie. [Quelle: Finanztrends]

Die Bedeutung der Aktionärsstruktur

Eine starke institutionelle Aktionärsbasis ist oft ein positives Signal für Anleger. Große Vermögensverwaltungsgesellschaften wie Blackrock und The Vanguard Group, die zu den größten Anbietern auf dem Markt zählen, sind bei AMD investiert. Dies deutet auf Vertrauen in das Unternehmen und seine langfristigen Perspektiven hin.

RangVermögensverwaltungBemerkungen
1Blackrock Inc.Größter institutioneller Investor
2The Vanguard GroupStarker Fokus auf langfristige Anlagen
3State Street CorporationBedeutender Akteur im passiven Investment
4Fidelity InvestmentsBekannt für aktive und passive Anlagestrategien
5Capital GroupTraditionell stark im Aktienbereich

Finanzielle Kennzahlen: Gewinne und Umsatzentwicklung

Die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens ist für Investoren von entscheidender Bedeutung. Bei AMD ist neben der Umsatzentwicklung auch der operative Gewinn (EBITDA – Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) von Interesse, da diese Kennzahl außerordentliche Einflüsse wie Veräußerungsgewinne aus Tochtergesellschaften oder Firmenanteilen ausklammert.

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Ein kontinuierlicher Anstieg der Umsätze signalisiert Unternehmenswachstum und Potenzial für steigende Aktienkurse. Investoren sollten daher die Umsatzzahlen der letzten Quartale und Jahre genau beobachten, um die finanzielle Stärke von Advanced Micro Devices zu beurteilen.

AMD-Aktie: Prognose und Kursziele für 2026

Die Analystenmeinungen zur AMD-Aktie sind überwiegend positiv. Von aktuell 58 vorliegenden Analysen lautet die durchschnittliche Empfehlung “Buy”. Konkret sprechen sich 29 Analysten für einen Kauf (Buy) und 15 für einen starken Kauf (Strong Buy) aus. Es gibt keine Verkaufsempfehlungen (Sell oder Strong Sell).

Immerhin 13 Analysten raten jedoch, die Aktie vorerst zu halten und die weitere Entwicklung abzuwarten. Das aktuelle Kursniveau liegt bei etwa 190,70 €. Das durchschnittliche Kursziel für die nächsten 12 Monate wird von Analysten auf 282,82 Dollar geschätzt. Dies lässt Raum für weiteres Wachstum und könnte auf eine Unterbewertung hindeuten.

Der Chartverlauf der AMD-Aktie

Die technische Analyse kann Anlegern helfen, den optimalen Einstiegszeitpunkt zu identifizieren. Ein wichtiger Indikator ist beispielsweise das Überschreiten des gleitenden Durchschnitts.

Die markantesten Hochpunkte markieren das Allzeithoch und das 52-Wochenhoch bei jeweils 225,95 €. Auf der anderen Seite liegen die Tiefpunkte beim Allzeittief von 1,44 € und dem 52-Wochentief von 73,87 €. Der aktuelle Kurs von rund 190,70 € befindet sich in einem stabilen Aufwärtstrend, der sich fortsetzt, solange die Hochpunkte weiter ansteigen.

Die technische Analyse deutet auf einen fortgesetzten Bullenmarkt hin.

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