Fieber richtig messen: Der ultimative Ratgeber für genaue Ergebnisse

Fieber ist ein häufiges Symptom, das viele Menschen beunruhigt. Die genaue Messung der Körpertemperatur ist entscheidend, um den Gesundheitszustand beurteilen und die richtige Behandlung einleiten zu können. Doch welche Methode ist die zuverlässigste und für wen am besten geeignet? Dieser Ratgeber beleuchtet die verschiedenen Fiebermessmethoden und gibt klare Empfehlungen, damit Sie stets die korrekten Werte erhalten.

Die Wahl der richtigen Messmethode

Die Körperkerntemperatur ist der aussagekräftigste Indikator für Fieber. Methoden, die dem Körperkern am nächsten sind, liefern die genauesten Ergebnisse. Bei einer Infektion konzentriert sich der Körper auf seine Kernfunktion, was zu einer veränderten Durchblutung der Extremitäten führen kann. Kälte an Händen und Füßen ist oft ein Zeichen dafür, dass der Körper Blut in den Kernbereich leitet, um wichtige Organe zu schützen.

Rektale Messung (im Po): Die genaueste Methode

Die rektale Messung gilt als die präziseste Methode zur Fieberbestimmung. Vor der Anwendung sollte die Spitze des Thermometers mit einer geeigneten Creme, wie Vaseline, leicht eingefettet werden. Für die Messung empfiehlt es sich, auf dem Rücken oder der Seite zu liegen. Das Thermometer wird etwa zwei Zentimeter in den After eingeführt und während des Messvorgangs festgehalten, um ein Herausrutschen oder Herausdrücken zu verhindern. Nach dem akustischen Signal kann das Thermometer herausgezogen werden. Der gemessene Wert kommt der tatsächlichen Körperkerntemperatur am nächsten.

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Aurikuläre Messung (im Ohr): Eine gute Alternative für Erwachsene

Die Messung im Ohr erfasst die Temperatur über den äußeren Gehörgang, in der Nähe des Trommelfells. Um eine genaue Messung zu gewährleisten, sollte das Ohr leicht nach hinten und oben gezogen werden, um den Gehörgang zu begradigen. Die Messsonde wird dann eingeführt. Wichtig ist, dass in unmittelbarer Nähe der Messung nicht auf dem Ohr gelegen wurde, da dies das Ergebnis verfälschen kann. Die Temperatur im Ohr ist in der Regel etwa 0,3 bis 0,5 Grad Celsius niedriger als die rektal gemessene Temperatur. Bei Kindern unter drei Jahren wird diese Methode aufgrund der Verletzungsgefahr des empfindlichen Gehörgangs nicht empfohlen.

Axillare Messung (unter der Achsel): Die ungenaueste Methode

Die Messung unter der Achsel ist zwar weit verbreitet, aber auch die am wenigsten genaue Methode. Die Temperatur kann hier um bis zu zwei Grad Celsius abweichen. Dies liegt daran, dass die Haut unter der Achsel, ähnlich wie Hände und Füße, bei einer Infektion schlechter durchblutet sein kann. Das Thermometer wird in die Achselhöhle geschoben und mit dem Oberarm fixiert. Nach dem Signalton kann der Wert abgelesen werden.

Orale Messung (unter der Zunge): Mit Einschränkungen

Bei der oralen Messung wird das Thermometer unter die Zunge platziert, während die Lippen geschlossen bleiben. Nach dem akustischen Signal kann der Wert abgelesen werden. Die gemessene Temperatur ist hier etwa 0,4 Grad Celsius niedriger als bei der rektalen Messung. Es ist wichtig, etwa 30 Minuten vor der Messung keine kalten oder warmen Getränke zu konsumieren, da dies das Ergebnis verfälschen kann. Ebenso ist diese Methode bei verstopfter Nase, die zu vermehrtem Mundatmen führt, ungeeignet.

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Wo misst man am besten Fieber?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die rektale Messung im Po für kleine Kinder unter drei Jahren die zuverlässigste Methode darstellt. Für Erwachsene und ältere Kinder bietet die Messung im Ohr eine gute und praktikable Alternative, auch wenn die Werte tendenziell etwas niedriger ausfallen. Die axillare und orale Messung sollten nur als Notlösungen betrachtet werden, wenn die genaueren Methoden nicht zur Verfügung stehen.

Fazit und Empfehlung

Die Wahl der richtigen Fiebermessmethode ist entscheidend für eine genaue Beurteilung des Gesundheitszustands. Während die rektale Messung die höchste Präzision bietet, sind die Messungen im Ohr und unter der Zunge ebenfalls praktikable Optionen mit bekannten Abweichungen. Achten Sie stets auf die individuellen Gegebenheiten, insbesondere bei Kindern, um verlässliche Messergebnisse zu erzielen. Bei Unsicherheiten oder anhaltendem Fieber ist es ratsam, ärztlichen Rat einzuholen.